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Eigentlich könnten alle zufrieden sein. Die Kooperation der Semmelweis-Universität Budapest und Asklepios bringt auf den ersten Blick nur Gewinner hervor: Für die ungarische Uni ist die Zweigstelle in Hamburg ein Prestigeobjekt, auch Bewerber ohne Einserabitur bekommen eine Chance, und Deutschland hat ein paar Ärzte mehr.

Auf auf den zweiten Blick aber werden die grundsätzlichen Probleme in der Medizinerausbildung deutlich: Das Interesse am Studium ist enorm, doch jeder fünfte Absolvent entscheidet sich gegen den Arztberuf. Asklepios hat nun kurzerhand eine Parallelstruktur geschaffen, um Nachwuchsmediziner frühzeitig an sich zu binden.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft fordert unterdessen, im Kampf gegen den Ärztemangel die Zahl der Studienplätze zu erhöhen. Allerdings übersieht sie dabei: Gute Arbeitsbedingungen sind ein viel schneller wirkendes Mittel gegen die Flucht in andere Berufsfelder und ins Ausland.

Ungelöst bleibt die Frage, ob die Abiturnote weiterhin das entscheidende Kriterium bei der Studienplatzvergabe sein sollte. Der Geldbeutel der Eltern darf es sicherlich nicht sein.
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