ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2009Marburger Bund: Doppelter Tariferfolg an Berliner Kliniken

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Marburger Bund: Doppelter Tariferfolg an Berliner Kliniken

Dtsch Arztebl 2009; 106(41): A-1985 / B-1705 / C-1669

Neuber, Harald

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Der Streik hat sich gelohnt: Die Geschäftsführung der DRK-Kliniken lenkte ein. Foto: ddp
Der Streik hat sich gelohnt: Die Geschäfts­führung der DRK-Kliniken lenkte ein. Foto: ddp
Mit einer Urabstimmung haben am 5. Oktober die gut 450 Ärzte an den Kliniken der DRK-Schwesternschaft in Berlin ihren Streik beendet. Zweieinhalb Wochen hatte der Arbeitskampf an den drei Akutkrankenhäusern in den Stadtteilen Köpenick, Mitte und Westend gedauert. Nach harten Auseinandersetzungen mit der Geschäftsführung bestimmte am Ende auch ein externer Faktor den Ausgang des Streiks: Am 29. September schloss der Marburger Bund einen deutlich verbesserten Tarifvertrag für die rund 2 200 Mediziner an der Charité ab.

Die rasche Einigung mit der Unternehmensführung des Universitätsklinikums kam offenbar auch unter dem Eindruck des laufenden Arbeitskampfes an den DRK-Häusern zustande. Nach Unterzeichnung des neuen Tarifvertrages an der Charité blieb wiederum der Geschäftsführung an den DRK-Häusern keine Wahl mehr: Sie erklärte sich noch am selben Tag bereit, auf die Forderungen der streikenden Ärztinnen und Ärzte einzugehen.

Damit werden die Gehälter der Charité- und DRK-Ärzte im Schnitt um elf Prozent auf das Niveau des bundesweit gültigen „VKA-Vertrages“ angehoben. Zudem erklärte sich die DRK-Unternehmensleitung mit der Rückkehr zur 40-Stunden-Woche ab dem 1. Januar 2010 einverstanden. HN
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