ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2009Deutsches Kinderkrebsregister: Jetzt werden auch Jugendliche erfasst

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Deutsches Kinderkrebsregister: Jetzt werden auch Jugendliche erfasst

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LNSLNS Das Deutsche Kinderkrebsregister (DKKR) am Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) der Universitätsmedizin Mainz wird ausgebaut. Das haben die Ge­sund­heits­mi­nis­ter der Länder beschlossen. Wurden vom DKKR bislang Neuerkrankungen bis einschließlich des 15. Lebensjahres erhoben, so werden vom Jahr 2010 an die Daten aller krebskranken Kinder und Jugendlichen bis zum 18. Geburtstag erfasst. Ab diesem Alter werden an Krebs erkrankte Frauen und Männer direkt durch die Krebsregister der Länder registriert.

Gleichzeitig wird durch die Erweiterung der Altersklasse eine systematisierte Langzeitnachbeobachtung der etwa 33 000 ehemaligen Krebspatienten ermöglicht. Wissenschaftler erhoffen sich dadurch, wertvolle Erkenntnisse über Krankheitsverläufe, das Auftreten von Zweittumoren, Überlebenszeiten und die Qualität bestimmter Behandlungsmethoden zu gewinnen.

Im Deutschen Kinderkrebsregister in Mainz werden seit 1980 – aus den neuen Ländern seit 1991 – alle Krebserkrankungen (Leukämien und bösartige Tumoren) registriert, die bei unter 15-Jährigen auftreten. Damit der behandelnde Arzt die Daten melden kann, müssen die Eltern zustimmen. Generell werden mehr als 95 Prozent der Erkrankungsfälle registriert. EB
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