ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2009Alma Zernecke: Frauenpower am Virchow-Zentrum

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Alma Zernecke: Frauenpower am Virchow-Zentrum

Dtsch Arztebl 2009; 106(41): A-2019 / B-1731 / C-1695

Schmitt-Sausen, Nora

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Alma Zernecke Foto: privat
Alma Zernecke Foto: privat
Forschung ist vielerorts noch immer eine Männerdomäne. Vor allem in höheren Positionen wird die Luft für Wissenschaftlerinnen oft dünn. Dass es auch anders geht, zeigt das Rudolf-Virchow-Zentrum, Forschungszentrum für experimentelle Biomedizin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Universität Würzburg: 51 Prozent der Promovenden dort sind weiblich, 57 Prozent der Postdocstellen mit Frauen besetzt. Mit Priv.-Doz. Dr. med. Alma Zernecke ist nun eine weibliche Gruppenleiterin hinzugekommen.

Die gebürtige Münchenerin ist Heisenberg-Stipendiatin der DFG und mit 32 Jahren derzeit die jüngs-te Nachwuchsgruppenleiterin am Rudolf-Virchow-Zentrum. Zernecke studierte von 1996 bis 2003 Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Jahr 2002 absolvierte sie ein Auslandssemester an der Harvard Medical School in Boston, USA. Im Anschluss an das Studium begann Zernecke ihre wissenschaftliche Karriere an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen.

Zerneckes Würzburger Forschungsgruppe untersucht verschiedene Zellen des Abwehrsystems, um zu klären, welchen Einfluss die Zellen auf die Entstehung der Arteriosklerose haben. Bekannt ist, dass ein fehlgeleitetes Abwehrsystem zu Entzündungen der Blutgefäßwand führt, die dann eine Arteriosklerose auslösen. Welche Zellen dabei wie beteiligt sind, ist noch offen. „Die Position ist für mich Herausforderung und große Chance zugleich“, sagt Zernecke. Sie freue sich, dass sie die Möglichkeit bekommen habe, eine eigene Arbeitsgruppe aufzubauen. Nora Schmitt-Sausen
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