ArchivDeutsches Ärzteblatt PP10/2009Randnotiz: Auf Farben reduziert

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Randnotiz: Auf Farben reduziert

PP 8, Ausgabe Oktober 2009, Seite 437

Gieseke, Sunna

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LNSLNS Die Ampelkennzeichnung von Lebensmitteln wird bereits seit einiger Zeit wieder intensiv diskutiert. Über die Farbsymbole Rot – Gelb – Grün sollen die Verbraucher einen schnellen Überblick über den Nährwertgehalt eines Lebensmittels erhalten. Enthält ein Lebensmittel also viel Fett, Zucker und Salz ist es für den Körper schädlich und erhält eine rote Kennzeichnung – oder doch noch gelb? Die Abstufung zwischen den einzelnen Ampelfarben gestaltet sich nämlich schwierig. Und so meldet die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nach Prüfung der zugänglichen wissenschaftlichen Daten, dass exakte Zahlenwerte beziehungsweise Bezugsgrößen für die trennscharfe Bewertung von Lebensmitteln nicht wissenschaftlich korrekt abzuleiten seien. Demnach sei eine wissenschaftliche Evidenz der für eine Ampelkennzeichnung notwendigen „Bezugsgrößen“ nicht vorhanden. Die Spannen beim Nährwertgehalt seien zu groß, daher sei ein Vergleich zwischen den Lebensmitteln unmöglich – das Thema ist also zu komplex, um es auf wenige Farben zu reduzieren.

Darüber hinaus sollte man doch meinen, dass der gesunde Menschenverstand ausreicht, um erkennen zu können, welches Lebensmittel gesund ist und welches nicht. Allerdings gibt es da zum Beispiel eine Frau, die bereits in jungen Jahren 135 Kilogramm wiegt. Sie trinke gerne Saft, erzählt sie einem Ernährungsberater. Auf Nachfragen spezifiziert sie die Aussage: Säfte wie Cola trinke sie mit Vorliebe, und nur selten greife sie zu einem Glas Wasser. Hoffentlich eine Ausnahme. Eventuell würde aber diesen Menschen eine grobe Einteilung der Lebensmittel reichen – ohne zu viele wissenschaftliche Fakten.
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