ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2009Akademie der Wissenschaften Leopoldina: Enormes Potenzial der Stammzellforschung

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Akademie der Wissenschaften Leopoldina: Enormes Potenzial der Stammzellforschung

Richter-Kuhlmann, Eva

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Für die Zukunft der Medizin bedeuten die induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen) einen entscheidenden Durchbruch. Darauf wiesen führende deutsche Wissenschaftler hin, die am 8. Oktober in Berlin die Empfehlung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften „Neue Wege der Stammzellforschung. Reprogrammierung von differenzierten Körperzellen“ vorstellten. Darin fordern sie, diesen Forschungsbereichs gezielt zu fördern und zu überwachen.

Leopoldina-Präsident Prof. Dr. Volker ter Meulen sprach von einer „phänomenalen“ Technologie, die völlig neue Perspektiven aufzeige. Auch die Genforscherin Prof. Dr. Anna M. Wobus sieht in den iPS-Zellen ein großes Potenzial für die regenerative Medizin. „Goldstandard bleiben jedoch vorerst die embryonalen Stammzellen“, erklärte Wobus. Eine künftige klinische Anwendung der iPS-Zellen halten die Akademien für wahrscheinlich, warnen aber vor übertriebenen Erwartungen.

Genehmigt und kontrolliert werden sollten therapeutische Anwendungen von iPS-Zellen nach Ansicht der Akademien durch eine zentrale Kommission. Die notwendige Regulierung könne dabei durch die Bundesärztekammer in Kooperation mit der Zentralen Ethikkommission für Stammzellenforschung am Robert-Koch-Institut erfolgen, heißt es in der Empfehlung. Eine gesetzliche Regelung sei jedoch nicht erforderlich. ER
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