ArchivDeutsches Ärzteblatt23/1997Pro Familia beklagt Gewalt in Familien

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Pro Familia beklagt Gewalt in Familien

Glöser, Sabine

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LNSLNS POTSDAM. Die Deutsche Gesellschaft für Familienplanung und Sexualberatung, Pro Familia, hat auf einer Fachtagung die wachsende Gewalt in Familien beklagt, die mit steigenden Arbeitslosenzahlen einhergehe. In jeder dritten Lebensgemeinschaft werde geprügelt, sagte die Psychologin Monika Gerstendörfer. Die Opfer seien vor allem Frauen und Kinder; Frauen fielen Vergewaltigungen und sexuellen Nötigungen in ihrem sozialen Nahraum am ehesten zum Opfer. Die Folgen seien körperliche und seelische Verletzungen, langfristige Angstzustände, panische Angst vor AIDS und unerwünschten Schwangerschaften.
Immer mehr Menschen reagierten auf ihre Ausgrenzung aus dem Erwerbsleben mit Gewalt. Ursache dafür seien eine ungleiche Ressourcenverteilung von Lebenschancen und asymmetrische Machtverhältnisse in der Gesellschaft. Daher gelte es, Chancen für eine bessere Lebensqualität bei der Umsetzung unterschiedlichster Lebenspläne zu eröffnen. SG
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