ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2009Neue Grippe: Impfung offiziell empfohlen

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Neue Grippe: Impfung offiziell empfohlen

Dtsch Arztebl 2009; 106(42): A-2037 / B-1749 / C-1713

Richter-Kuhlmann, Eva

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LNSLNS Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts (RKI), Berlin, spricht sich klar für eine Schutzimpfung gegen die Neue Influenza (A/H1N1-2009) aus. In ihren am 8. Oktober vorgestellten Empfehlungen schlägt sie – ebenso wie die Welt­gesund­heits­organi­sation – vor, die Impfung vorrangig dem Medizinischen Personal, chronisch Kranken und Schwangeren zu verabreichen. Grundsätzlich können nach Ansicht der STIKO aber alle Bevölkerungsgruppen von der Impfung gegen die Neue Influenza profitieren, da das neue Virus ansteckender als die saisonalen Influenzaviren ist und daher eine größere Zahl von Menschen betreffen könnte als bei einer saisonalen Grippewelle.

Alle Bevölkerungsgruppen können nach Ansicht der STIKO von der H1N1-Impfung profitieren. Foto: SPL/Agentur Focus
Alle Bevölkerungsgruppen können nach Ansicht der STIKO von der H1N1-Impfung profitieren. Foto: SPL/Agentur Focus
Die STIKO schließt besondere Nebenwirkungen weitgehend aus. Wie vor anderen Impfungen empfiehlt sie jedoch auch bei der neuen Influenzaimpfung, den Nutzen gegen das Risiko individuell abzuwägen. Dies gelte besonders für Schwangere. Diese sollten bis auf Weiteres keinen Impfstoff mit Adjuvanzien erhalten, da deren Wirkung auf werdende Mütter und ungeborene Kinder nicht ausreichend getestet sei. Zugelassen hat die europäische Zulassungsbehörde EMEA nach Focetria® (Novartis) und Pandemrix® (Glaxosmithkline) jetzt auch den Impfstoff Celvapam® der Firma Baxter. Er kommt im Unterschied zu den beiden anderen Impfstoffen ohne Adjuvans aus.

Starten sollen die Impfungen gegen die Neue Grippe in der letzten Oktoberwoche. Weitere Informationen enthält das Epidemiologische Bulletin des RKI, das einem Teil der Auflage dieses Deutschen Ärzteblattes beigelegt ist. Abgerufen werden kann es auch über www.aerzteblatt.de/092037. ER
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