ArchivDeutsches Ärzteblatt23/1997Krankenhausdirektoren besorgt über Situation der Reha-Kliniken

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Krankenhausdirektoren besorgt über Situation der Reha-Kliniken

Korzilius, Heike

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LNSLNS REINBEK. In gleichlautenden Schreiben an Ministerpräsidentin Heide Simonis und Sozialministerin Heide Moser hat die Landesgruppe Schleswig-Holstein im Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) auf die prekäre Situation der Rehabilitationskliniken hingewiesen. Mehr als 50 Prozent der Kliniken hätten bereits Kurzarbeit angemeldet, und in jeder vierten Reha-Einrichtung werde ein Sozialplan aufgestellt. Zum Sommer dieses Jahres müsse mit den ersten Schließungen einzelner Kliniken gerechnet werden. In Schleswig-Holstein gibt es derzeit zirka 90 Rehabilitationseinrichtungen mit rund 12 000 Betten.
Wie der VKD weiter mitteilte, sei der Rehabilitationsbereich insbesondere durch die Verkürzung der Maßnahmen von bisher vier auf drei Wochen, die Anrechnung von zwei Urlaubstagen pro Woche und die Erhöhung der Zuzahlung von täglich 12 DM auf 25 DM betroffen. Mehr als 70 Prozent aller Kliniken seien von Auslastungsrückgängen um mehr als 30 Prozent betroffen.
Die Krankenhausdirektoren forderten die schleswig-holsteinische Landesregierung auf, durch entsprechende Initiativen, gegebenenfalls auch über den Bundesrat, die Auswirkungen der Gesundheitsreformgesetzgebung auf die Rehabilitationskliniken auf ein erträgliches und verantwortbares Maß zurückzuführen. HK
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