ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2009Fortbildungsnachweis: Zielsetzung erfüllt

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Fortbildungsnachweis: Zielsetzung erfüllt

Gerst, Thomas

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Gut aufgestellt in Sachen Online-Fortbildung: das Deutsche Ärzteblatt mit seinem qualitätsgesicherten cme-Angebot
Gut aufgestellt in Sachen Online-Fortbildung: das Deutsche Ärzteblatt mit seinem qualitätsgesicherten cme-Angebot
Noch liegen nicht in allen KVen die endgültigen Zahlen vor. Sicher ist: Deutlich mehr als 90 Prozent der -nachweispflichtigen Ärzte bildeten sich ausreichend fort.

Sachsen-Anhalt nimmt die Spitzenposition ein: 99,9 Prozent der Vertragsärzte und -psychotherapeuten sind dort ihrer gesetzlichen Fortbildungspflicht nachgekommen. An einer Hand abzählen kann man dort demzufolge diejenigen niedergelassenen Ärzte, die es bis Ende Juni nicht geschafft haben, 250 Fortbildungspunkte innerhalb des vorgeschriebenen Fünfjahreszeitraums zusammenzutragen. Annähernd gleich gut aufgestellt in Sachen Fortbildung zeigen sich die Bremer Kassenärzte mit einer Quote von 99,2 Prozent. Von den 1 364 betroffenen Ärzten und Psychotherapeuten haben sich in Bremen 1 351 ausreichend fortgebildet.

In anderen Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) sieht es nicht ganz so gut aus. Die beiden Süd-KVen Bayern und Baden-Württemberg liegen mit einer Quote von 92 Prozent gleichauf. Saarland als Schlusslicht kommt auf 90 Prozent. Ungefähr auf dem sehr guten Durchschnittsniveau bewegen sich beispielsweise Hamburg (97 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (96,1 Prozent) und Thüringen (95,6 Prozent). Die Vertragspsychotherapeuten haben im Durchschnitt eine noch etwas höheren Quote erreicht als die Ärzte.

Der Vorsitzende der Kassenärztliche Bundesvereinigung, Dr. med. Andreas Köhler, ist zufrieden mit dem Ergebnis: „Deutlich mehr als 90 Prozent der nachweispflichtigen Ärzte haben sich ausreichend fortgebildet. Diese Zahl belegt, dass die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen die Weiter- und Fortbildung sehr ernst nehmen.“

Für diejenigen Ärzte und Psychotherapeuten, die ihrer Fortbildungspflicht nicht nachgekommen sind, werden die Konsequenzen schon bald spürbar, und zwar mit dem Honorarbescheid für das dritte Quartal 2009, der wohl Anfang des Jahres 2010 ausgesandt wird. Die Sanktionierung ist gesetzlich präzise geregelt und lässt der ärztlichen Selbstverwaltung keinen Spielraum. Erbringt ein Vertragsarzt gegenüber der KV den Fortbildungsnachweis nicht oder nicht vollständig, ist die KV verpflichtet, das Honorar für die ersten vier Quartale, die auf den Fünfjahreszeitraum folgen, um zehn Prozent zu kürzen. Bei weiterhin fehlendem Fortbildungsnachweis beträgt die Kürzung ab dem darauf folgenden Quartal, also ab dem dritten Quartal 2010, 25 Prozent.

Die betroffenen Ärzte können die für den Fünfjahreszeitraum festgelegte Fortbildung innerhalb von zwei Jahren ganz oder teilweise nachholen. Die nachgeholte Fortbildung wird allerdings auf den folgenden Fünfjahreszeitraum nicht angerechnet. Die Honorarkürzung endet mit Ablauf des Quartals, in dem der Arzt den vollständigen Fortbildungsnachweis erbracht hat. Bei fortwährender Nachweisverweigerung über die Zweijahresfrist hinaus soll die KV gegenüber dem Zulassungsausschuss unverzüglich einen Antrag auf Entziehung der Zulassung stellen.
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