ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2009Ärztemangel: Vergessenes Potenzial
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Haben sich die Präsidenten der BÄK und unsere Politiker schon einmal Gedanken gemacht, dass es einen großen Pool mit leistungsfähigen jungen Menschen in Deutschland gibt, die Medizin aus Leidenschaft studieren wollen, im Abitur aber leider nur „grottig“ abgeschnitten haben? Vielleicht „nur“ einen Schnitt von 2,2 aufweisen und deswegen nun auf allen möglichen, oft teuren Umwegen, mit jahrelangem Durchhaltevermögen, mit Tests, die dann doch nur die Abi-Note berücksichtigen, sowie Zusatzausbildungen darum kämpfen, Arzt zu werden? Und dann das Gejammer, dass wir in Deutschland kurz vor dem Ärztekollaps stehen! Stehen wir auch, denn Deutschland ist ohne Weitblick, schaut auf die sogenannte Elite, die sich erst nach dem Abi mit Note 1,2 überlegt, welchen prestigeträchtigen Beruf sie sich damit nun wählen kann.

Und dann, als fertig studierter Arzt, hat diese Elite vergessen, dass Arzt sein etwas mit Berufung und Leidenschaft zu tun hat und wendet sich ab.

Da bekommt Deutschland einen Schreck. Wie kann das sein? Klar, ich bin auch für faire Bedingungen im Arztberuf, aber ich erwarte vom Arzt, dass er mehr an mich, seinen Patienten denkt, als an den Geldbeutel und sein Prestige. Leider findet man solche menschlichen Ärzte heute seltener . . .
Dr. med. Ute Kiehn-Müller, Westfeld 51, 21635 Jork
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