ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2009Ärztemangel: Fragen über Fragen
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Wenn ich diesen Artikel lese, verstehe ich die Welt nicht mehr. Auf was für Angaben beruht die dort angezeigte Arbeitszeitstatistik? Wieso „geht der Nachwuchs“ bei solchen himmlischen Arbeitszeiten „fremd“? Wieso wird im selben DÄ praktisch jede Woche über – bei den angegebenen Arbeitszeiten überhaupt nicht nachvollziehbare – gruselige Überarbeitung, göttliche Leistungsanforderungen, Burn-out, und Abwanderung ins Ausland geschrieben? Wieso ist mir kaum ein Arzt bekannt, der weniger als 60 Wochenstunden arbeitet, weder im klinischen Bereich noch in der Praxis? Sollten die Angaben auf den vertraglich festgelegten Regelarbeitszeiten ohne Berücksichtigung von Überstunden und Bereitschaftsdiensten beruhen, sind Rückschlüsse auf mehr Freizeit völlig unzulässig – da es lediglich zu einer Verschiebung zwischen den Sparten gekommen sein kann.

So einen Unsinn zu lesen, macht mich richtiggehend aggressiv – demnach bin ich wohl einer der wenigen Trottel in diesem Lande, der in der heutigen Zeit immer noch keine mit regelmäßigen Freizeitaktivitäten zu vereinbarende reelle Arbeitszeit hat . . .
Dr. med. Karin Lawrenz, Abteilung für Kinderchirurgie, HELIOS Klinikum Krefeld, Lutherplatz 40, 47805 Krefeld
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