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Das Auftragsgutachten geht von illusionären Prämissen aus und ist daher unbrauchbar. Was die Großökonomen, auch die aus dem Finanzministerium, taugen, konnten wir einst bei der Wiedervereinigung und jüngst bei der Finanz- und Wirtschaftskrise erleben. Und wer, wie kürzlich noch DIW-Präsident Zimmermann in ganzseitigen Anzeigen von Kostenexplosion im Gesundheitswesen schwadronierte, ist sicherlich ein ganz großer Großökonom. Was in der Krise an Geld vernichtet wurde, soll schon wieder, wie bei der Wiedervereinigung, das Gesundheitswesen heilen. Solange „die Wirtschaft“ mit allen Tricks die Gesundheit von 82 Millionen Personen zum Zwecke ihrer Gewinnmaximierung ungestraft und ungebremst zerstören darf, ohne die Rechnung dafür bezahlen zu müssen, wird das Geld nie reichen. Ich beobachte das Herumgeeiere in der Gesundheitspolitik seit über 40 Jahren. Es ist nur noch lächerlich. Weltweit wird kein Gesundheitspolitiker darum herumkommen, die Kosten für die Gesundheitsschäden in voller Höhe auf die Preise aller Produkte und Dienstleistungen als Abgabe draufzuschlagen und zweckgebunden in einen Gesundheitsfonds zu überführen. Die strikte Anwendung des Verursacherprinzips im Gesundheitswesen – das ist soziale Marktwirtschaft. Dazu sagt aber auch Herr zu Guttenberg als sozialer Marktwirtschaftler kein einziges Wort. Heute finanziert die Solidargemeinschaft von 82 Millionen jene Teile der Wirtschaft, die mit vorsätzlicher Körperverletzung von Millionen ihren Profit maximieren. Das ist Umverteilung von unten nach oben auf die „starken Schultern“ der Zigaretten-, der Alkohol- und der Nahrungsindustrie, um die drei wichtigsten zu nennen. Marktversagen nennen es die Ökonomen, kommen aber nicht auf die Idee, daraus Konsequenzen zu ziehen.
Dr. med. Dipl. biochem. Rudolf H. Seuffer, Ferdinand-Lassalle-Straße 40, 72770 Reutlingen
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