ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2009Doping im Beruf: Das Krankheitssystem
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Besten Dank für den hervorragenden Artikel. Inzwischen bin ich seit über 20 Jahren dabei, als Multiplikator zur Prävention, zu „Sucht und Koabhängigkeit am Arbeitsplatz“, Burn-out etc. etwas zu bewirken . . . Meine Bilanz ist insgesamt ausgesprochen ernüchternd. Immer dieselben Fehler, immer dieselben falschen Ansätze, aber vor allem ein Verdrängen/Leugnen/Bagatellisieren. Dabei könnte man mit relativ einfachen Mitteln dem letztlich entscheidenden Faktor Mensch auf die Sprünge helfen. Zum Beispiel, indem man schon in der Grundschule autogenes Training oder progressive Muskelrelaxation beibringt. Aber daran verdienen so wenige so wenig. Wir haben ja ein Krankheitssystem, kein Gesundheitssystem. Noch immer werden wir Ärzte für Krankheit bezahlt, nicht für Gesundheit. Deshalb spielt auch die eigene Gesundheit keine wesentliche Rolle. Wo ist das Doping verbreiteter als bei Ärzten? . . . Obwohl ich sehr direkt nach allen Suchttendenzen frage, entgeht mir manchmal die Selbstmedikation von Kolleg(inn)en, die denen so selbstverständlich erscheint, dass sie ihr Adumbran o. ä. gar nicht erst erwähnen. Das färbt natürlich auf die Patienten ab! Vor allem auf Privatpatienten . . .
Dr. med. Helmut Kolitzus, Tengstraße 9, 80798 München
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