ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2009Neue Grippe: Impfung startet planäßig

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Neue Grippe: Impfung startet planäßig

Schmitt-Sausen, Nora; afp; ddp

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LNSLNS Wie das Bundesgesundheitsministerium (BMG) mitteilte, beginnen die Impfungen gegen das Schweinegrippevirus wie geplant in der 44. Kalenderwoche. Alle Vorbereitungen seien abgeschlossen. Schwangeren empfiehlt das BMG vor der Impfung eine individuelle Nutzen-Risiko-Analyse, da ein möglicherweise auftretendes Fieber dem Ungeborenen schaden könne. Der Impfstoff sei aus „ethischen Gründen“ bislang nicht an Schwangeren getestet worden, sagte ein Experte des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) in Berlin. Derzeit wird an einem speziellen Impfstoff für Schwangere gearbeitet. Er soll nach Angaben des PEI aber frühestens Ende November auf dem Markt sein.

Zunächst sollen Risikogruppen geimpft werden. Dazu gehören Beschäftigte im Gesundheitswesen und chronisch Kranke. Kinder von sechs Monaten bis neun Jahre erhalten zur besseren Verträglichkeit zwei halbe Erwachsenendosen im Mindestabstand von drei Wochen. Patienten zwischen zehn und 60 Jahren bekommen einmalig eine volle Dosis. Für die über 60-Jährigen sind derzeit zwei Impfdosen vorgesehen, die zeitversetzt gespritzt werden sollen. Allerdings soll erst in der zweiten Novemberhälfte entschieden werden, ob eine zweite Impfung wirklich notwendig ist.

Unterdessen hat Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Kritik um einen anderen Impfstoff für Regierungsmitglieder und Bundeswehrangehörige zurückgewiesen. Sie sollen Medienberichten zufolge einen Impfstoff ohne Adjuvanzien erhalten – nicht das Präparat Pandemrix, das für die Bevölkerung an Arztpraxen und Gesundheitsämter ausgegeben wird. Auch das PEI wies die Bedenken zurück. Pandemrix enthalte ein Adjuvans, das in klinischen Studien erprobt worden sei, „ohne dass auffällige Nebenwirkungen beobachtet wurden“. nos/afp/ddp
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