ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2009Philipp Rösler: Im Einsatz bei den Koalitionsverhandlungen

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Philipp Rösler: Im Einsatz bei den Koalitionsverhandlungen

Rieser, Sabine

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Philipp RöslerFoto: FDP
Philipp Rösler
Foto: FDP
Es war eine Überraschung, dass Dr. med. Philipp Rösler (36) für die FDP die Arbeitsgruppe (AG) Gesundheit und Pflege in den Koalitionsverhandlungen leitet. Man hatte eher mit seinem Parteifreund Daniel Bahr gerechnet. Doch Rösler ist Wirtschaftsminister in Niedersachsen und passt insofern an die Seite von Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Dr. med. Ursula von der Leyen, die für die CDU/CSU die AG leitet.

Einfach hat es Rösler nicht. Die FDP würde das Gesundheitswesen gern grundlegend reformieren und beispielsweise den Gesundheitsfonds wieder abschaffen. Als „wenig sinnvoll“ hat es Rösler kürzlich in einem Sammelband mit Beiträgen junger Liberaler bezeichnet, nur Details der Sozialversicherungssysteme zu verändern: „Sehr wohl wären Vorschläge für echte und grundlegende Verbesserungen dringend notwendig.“

Danach sieht es nicht aus. Rösler wird dennoch sein Bestes geben. Er gilt als strebsam und hartnäckig in Verhandlungen. Geboren in Vietnam, wurde er als Säugling adoptiert und wuchs in Hamburg und Bückeburg auf. Studiert hat er als Sanitätsoffiziersanwärter Medizin in Hannover, promoviert wurde er über ein Thema der Herz-, Thorax-, und Gefäßchirurgie. Zwischendurch könnte also Medizin ein Plauderthema mit Ursula von der Leyen sein, auch die jeweiligen Erfahrungen als Zwillingseltern. Beide treibt zudem dasselbe Getränk an: Kaffee. Sabine Rieser
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