ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2009Gesundheitsausschuss: Streit um Personalie Henke

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Gesundheitsausschuss: Streit um Personalie Henke

Hillienhof, Arne

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Rudolf Henke sitzt künftig für die CDU im Bundestag. Foto: dpa
Rudolf Henke sitzt künftig für die CDU
im Bundestag. Foto: dpa
Als „absurd“ hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Prof. Dr. med. Kuno Winn, die Diskussion in Union und FDP darüber bezeichnet, ob Rudolf Henke Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages werden dürfe, obwohl er Vorsitzender des Marburger Bundes und Vorstandsmitglied der Bundes­ärzte­kammer sei. „Gerade die CDU sollte nach dem Verlust eines ausgewiesenen Experten wie Hans-Georg Faust froh über jeden neuen Sachverstand sein, den sie in die gesundheitspolitische Debatte einbringen kann“, sagte Winn. Angesichts der bevorstehenden Herausforderungen könne es sich das Parlament nicht erlauben, an einer zentralen Schaltstelle der Gestaltung künftiger Gesundheitspolitik auf entsprechendes Fachwissen zu verzichten.

„Völlig zu Recht käme wohl niemand in der CDU auf die Idee, einen ehemaligen Turnweltmeister wie Eberhard Gienger nicht in den Sportausschuss zu entsenden, weil er im Vorstand der Stiftung Deutsche Sporthilfe sitzt und Vizepräsident für den olympischen Spitzensport beim Deutschen Turnerbund ist“, sagte Winn. Die Debatte sei nicht nur in der Sache unverständlich, sondern auch scheinheilig. „Bei Herrn Henke weiß jeder, woran er ist. Da ist so mancher andere Lobbyist im Parlament weniger klar identifizierbar.“ hil
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