ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2009Organhandel: Internationales Abkommen gefordert

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Organhandel: Internationales Abkommen gefordert

KNA

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LNSLNS Eine gemeinsame Studie von Europarat und Vereinten Nationen (UN) fordert ein internationales Abkommen gegen Organhandel. Dabei müsse das Verbot im Mittelpunkt stehen, mit dem menschlichen Körper und seinen Teilen Gewinn zu erzielen, teilte der Europarat in Straßburg mit. Laut Schätzungen kämen fünf bis zehn Prozent aller Nierentransplantationen weltweit durch Organhandel zustande.

Die Autoren der Studie plädieren dafür, freiwillige Organspender stärker zu ermutigen, um die Knappheit an Spenderorganen zu vermindern. Dabei solle die Entnahme bei Verstorbenen gegenüber Lebendspenden Priorität haben. Daneben müssten genauere Daten über den Umfang illegalen Organhandels erhoben werden. Bislang hätten die Täter nur ein geringes Risiko, entdeckt zu werden, könnten durch Organhandel aber zugleich enorme Gewinne erzielen.

Illegaler Organhandel finde oft in Form von „Transplantations-Tourismus“ statt. Dabei reisten die häufig aus reichen Industrieländern stammenden Empfänger in die Staaten, in denen es keinen ausreichenden Schutz der Spender gebe. Die Studie unterstreicht, ein Teil des Problems sei auch der Menschenhandel zum Zweck der Organentnahme. kna
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