ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2009Malawi: Oft große Probleme
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Ich freute mich, den Artikel der Drs. Pollach und Downie im DÄ vorzufinden. Ich kenne beide Kollegen sehr gut, denn ich habe im Jahr 2008 als Ärztin auf ihrer Abteilung gearbeitet . . . In Malawi gibt es Krankenhäuser mit ordentlicher Versorgung der Patienten nicht nur in Blantyre, sondern auch in anderen größeren Städten (z. B. Lilongwe, Zomba und Mulanje). Sie reichen aber nicht aus, um ein medizinisches Netzwerk über das Land auszubreiten. Die Kranken legen oft riesige Wegstrecken und dies meist zu Fuß zurück, um in die größeren Städte zu gelangen. Die Kliniken könnten aber als Ausgangspunkte z. B. für mobile Ambulatorien dienen, welche die entlegeneren Landesteile aufsuchen. Gerade außerhalb der größeren Städte wäre es zudem wichtig, wenn einheimische malawische Ärzte die Versorgung übernehmen könnten. Nur sie sprechen die Landessprache und können sich in die Mentalität ihrer Landsleute und ihre Verbundenheit mit traditionellen Heilern einfühlen. Gerade mit der Mentalität und den anders gearteten Denkstrukturen dieser freundlichen Leute haben Helfer aus dem europäischen und US-amerikanischen Raum oft große Probleme. Auch materielle Entwicklungshilfe kann nicht einfach „übergestülpt“ werden. Gespendetes Verbrauchsmaterial wird leicht in einem Lagerraum vergessen, während man sich bei Behandlungen mit längst gebrauchten Materialien abmüht. Es ist wichtig, diesem Land und seinen Menschen zu helfen, eine eigenständige und selbstständige medizinische Versorgung aufzubauen . . .
Dr. med. Sigrid Hofer, Mozartstraße 10, 78764 Konstanz
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