ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2009Fehlzeiten: Drittniedrigster Stand seit 1970

BERUF

Fehlzeiten: Drittniedrigster Stand seit 1970

Dtsch Arztebl 2009; 106(44): [99]

ddp

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LNSLNS Die Krankenstände in den Betrieben haben in den ersten neun Monaten des Jahres den drittniedrigsten Stand seit Einführung der Statistik 1970 erreicht. Nach Angaben des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums (BMG) fehlten die Arbeitnehmer zwischen Januar und September 2009 durchschnittlich 3,25 Prozent der Sollarbeitszeit (Vorjahr: 3,32 Prozent). Dies entspricht 7,2 Arbeitstagen. Die Statistik des Ministeriums erfasst die Krankenstände aller gesetzlich versicherten Arbeitnehmer.

Am häufigsten waren die Arbeitnehmer im April mit 3,94 Prozent der Sollarbeitszeit wegen Krankheit abwesend, am wenigsten im Januar mit 2,72 Prozent. Frauen fehlten mit 3,42 Prozent der Sollarbeitszeit mehr als Männer (3,1 Prozent).

Arbeitsmarktexperten machen vor allem die steigende Angst vor Jobverlust in wirtschaftlich unsicheren Zeiten für die sinkenden Krankenstände in den ersten drei Quartalen verantwortlich. Das Ministerium wies diese Darstellung zurück. Ursachenforschung lasse sich mit den Zahlen nicht betreiben. Schlüsse auf eine Differenz zur Sollarbeitszeit oder auf die Zahl der Fehlarbeitstage pro Jahr ließen sich nicht ziehen. Der Krankenstand werde monatlich von den Krankenkassen an das Ministerium gemeldet. Im März eines Jahres veröffentliche das BMG dann den durchschnittlichen Krankenstand für das Vorjahr. Das seien die verlässlichen Daten, hieß es. ddp
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