ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2009Studie: Dekubitus in Kliniken häufiger als in Heimen

AKTUELL

Studie: Dekubitus in Kliniken häufiger als in Heimen

Dtsch Arztebl 2009; 106(44): A-2168 / B-1860 / C-1820

Schröter, Isabel

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Druckgeschwüren wird in Pflegeheimen offenbar besser vorgebeugt. Foto: picture alliance/epd
Druckgeschwüren wird in Pflegeheimen offenbar besser vorgebeugt. Foto: picture alliance/epd
Im Durchschnitt weisen zehn Prozent aller bewegungsunfähigen Patienten in Pflegeheimen einen Dekubitus auf, in Kliniken sind es 27 Prozent. Dies ist das Ergebnis der jährlichen Erhebung des Instituts für Medizin-/Pflegepädagogik und Pflegewissenschaft am Campus Charité Mitte.

Projektleiter Dr. Nils Lahmann führt dies unter anderem darauf zurück, dass 35 Prozent der dauernd bettlägerigen Heimbewohner ein sogenanntes dynamisches Lagerungssystem erhielten, also eine Matratze, die automatisch für Druckausgleich sorgt. In den Kliniken seien es dagegen nur rund 17 Prozent gewesen. „Dekubitus kann ganz aus unseren Heimen und Kliniken verschwinden. Dieses Ziel ist erreichbar“, zeigt sich Lahmann angesichts der Daten überzeugt.

An der diesjährigen Befragung nahmen 76 Pflegeheime und 15 Krankenhäuser mit insgesamt 8 451 Bewohnern oder Patienten teil. Bundesweit verdoppelte sich die Anzahl der teilnehmenden Pflegeheime im Vergleich zu 2008. „Das Management spürt den Effekt der Untersuchung“, glaubt Lahmann. „Wir können zeigen, dass sich die Pflegequalität in Einrichtungen, die mehrmals an unserer Erhebung teilgenommen haben, deutlich verbessert hat.“ is
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema