ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2009Neue Grippe: Zahl der Neuinfektionen steigt

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Neue Grippe: Zahl der Neuinfektionen steigt

Hibbeler, Birgit; ddp

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Influenzaviren vom Typ A/H1N1: Das RKI rechnet mit einer Zunahme von schweren Erkrankungsverläufen. Foto: CDC
Influenzaviren vom Typ A/H1N1: Das RKI rechnet mit einer Zunahme von schweren Erkrankungsverläufen. Foto: CDC
Die Zahl der neu an der Schweinegrippe infizierten Menschen hat sich binnen weniger Tage fast verdoppelt. In einer Woche seien rund 3 000 Neuinfektionen registriert worden, sagte der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Prof. Dr. rer. nat. Jörg Hacker, am 2. November. Zuletzt hatte die wöchentliche Rate bei 1 596 Fällen gelegen. Hacker zufolge haben sich seit April damit 30 000 Menschen in Deutschland mit der Neuen Grippe angesteckt. Sechs Patienten starben mittlerweile.

Nach dem Tod einer 48-jährigen Frau ohne Vorerkrankungen im Bonner Universitätsklinikum wiederholte Hacker die Warnung, dass die Zahl schwerer Krankheitsverläufe zunehmen werde. Möglicherweise werde dann die Impfbereitschaft in der Bevölkerung steigen. Durch die Schutzimpfung könne sich das Virus nicht so stark ausbreiten und habe weniger Möglichkeit zu mutieren.

Unterdessen gibt es erste Erfahrungen mit dem Impfstoff Pandemrix aus Schweden, wie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mitteilte. Dort sind bereits 1,4 Millionen Dosen ausgeliefert worden. Im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung wurden etwa 200 Verdachtsfälle unerwünschter Reaktionen durch Angehörige von Gesundheitsberufen gemeldet sowie rund 400 durch Impflinge. Nach Angaben der schwedischen Behörden weicht das Spektrum von Nebenwirkungen nicht von dem in klinischen Studien beobachteten ab. Wie viele Dosen bereits verimpft worden sind, teilten die Behörden nach Angaben des PEI nicht mit. BH/ddp
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