ArchivDeutsches Ärzteblatt10/1996Rauchen: Kein Einfluß auf Langzeitprognose

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Rauchen: Kein Einfluß auf Langzeitprognose

IW

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LNSLNS KÖLN. Bestimmende Faktoren für die Langzeitmortalität von Patienten nach Hirninfarkt sind Lebensalter, Übergewicht, Herzrhythmusstörungen, Diabetes, koronare Herzkrankheit und das Vorliegen eines hirnorganischen Psychosyndroms bei Entlassung aus dem Krankenhaus. Keinen Einfluß auf die Langzeitprognose haben dagegen Hypercholesterinämie und Nikotinkonsum. Das hat eine Studie mit knapp 1 000 Patienten ergeben, die 1995 in der Zeitschrift "Versicherungsmedizin" erschienen ist.
Die Patienten wurden stationär wegen Hirninfarkt behandelt; ihr Schicksal wurde bis zu 5,5 Jahre verfolgt. Es zeigte sich, daß Hirninfarktpatienten in allen Altersgruppen im Vergleich zur Normalbevölkerung eine deutlich geringere Langzeit-Überlebenswahrscheinlichkeit aufweisen. In den ersten 120 Tagen nach dem akuten Ereignis ist die Sterblichkeit bei den Betroffenen besonders hoch. Hirninfarkte sind heute, trotz deutlich gebesserter Akutprognose, eine der Hauptursachen für Behinderung und Pflegebedürftigkeit. IW
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