ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2009Überwiegend stabile Branche

TECHNIK

Überwiegend stabile Branche

Dtsch Arztebl 2009; 106(45): A-2262 / B-1936

Imhoff-Hasse, Susanne

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LNSLNS Trotz der Wirtschaftskrise zeigt sich die Medizintechnikindustrie noch überwiegend stabil. Während das Inlandsgeschäft im ersten Halbjahr 2009 um die Nullmarke pendele, seien die Exporte im selben Zeitraum um rund drei Prozent gesunken. Der Gesamtumsatz habe zwei Prozent unter dem Vorjahresergebnis gelegen, so der Branchenverband Spectaris.

Rund 100 000 Beschäftigte arbeiten bei einem der 1 250 deutschen Medizintechnikhersteller, davon fast 15 Prozent im Bereich Forschung und Entwicklung. Der Geschäftsführer von Spectaris, Sven Behrens, hofft auf ein nur leichtes Minus beim Gesamtergebnis für 2009, wobei vor allem die hohe Exportquote von 65 Prozent abschwächend wirke. Demnach haben die deutschen Medizintechnikunternehmen 2008 einen Gesamtjahresumsatz von rund 18 Milliarden Euro erzielt, davon 11,5 Milliarden Euro im Auslandsgeschäft.

In der Spectaris-Fachgruppe Analysen-, Bio- und Labortechnik verzeichneten die 330 Hersteller einen Umsatzrückgang von 2,4 Prozent im ersten Halbjahr 2009. Allein im Inland ging der Umsatz mit minus 5,5 Prozent noch stärker zurück. Die Firmen prognostizieren jedoch für das Gesamtjahr ein stabiles Geschäftsergebnis (plus 0,5 Prozent). Dies würde einem Branchenumsatz von 6,25 Milliarden entsprechen.

Der Fachverband Elektromedizinische Technik des Zentralverbands Elektrotechnik-und Elektronikindustrie konstatiert eine anhaltende Verunsicherung der Kunden in Krankenhäusern und Arztpraxen, was die Umsätze für elektromedizinische Geräte in den vergangenen fünf Jahren über alle Produktgruppen hinweg habe stagnieren lassen. Zwar seien die vom Fachverband ermittelten Marktdaten für 2008 mit knapp 1,1 Milliarden Euro Inlandsumsatz (plus zwei Prozent) noch positiv, leichte Rückgänge im Auftragseingang von einem Prozent für das Gesamtjahr deuteten aber eine Eintrübung an. Auf den großen Investitionsbedarf besonders für telemedizinische Anwendungen hat dieser Verband wiederholt hingewiesen. SIH
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