ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2009Häusliche Arbeitszimmer: Für Ärzte nicht steuerlich absetzbar

AKTUELL

Häusliche Arbeitszimmer: Für Ärzte nicht steuerlich absetzbar

Hillienhof, Arne

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Ein Arzt kann keine Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer als Sonderbetriebsausgaben geltend machen, wenn ihm ein anderer Arbeitsplatz innerhalb seiner Praxisräume zur Verfügung steht. Darauf weist der Deutsche Unternehmenssteuerverband hin.

Hintergrund ist ein Urteil des Finanzgerichts Köln (Az.: 10 K 681/ 06). In dem behandelten Fall hatte ein Arzt gegen den Bescheid des Finanzamts geklagt, das ihm den Abzug von Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer als Sonderbetriebsausgaben versagt hatte.

Bei einer Prüfung des Finanzamts war herausgekommen, dass der Arzt neben dem häuslichen Arbeitszimmer über weitere Arbeitsplätze in seiner Praxis verfügte, da alle Behandlungszimmer büromäßig mit Schreibtischen, Büroschränken und PCs ausgestattet waren.

Das Gericht wies die Klage des Arztes ab. Nach Ansicht der Richter bilde das häusliche Arbeitszimmer im Wohnhaus des Klägers nicht den Mittelpunkt seiner gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung. Zudem übe der Arzt seine berufliche Tätigkeit nicht zu mehr als 50 Prozent in diesem Raum aus, da ein anderer Arbeitsplatz innerhalb der Praxisräume zur Verfügung stehe. hil
Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote