ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2009Schnittstelle ambulant/stationär: Kassenärzte fordern fairen Wettbewerb

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Schnittstelle ambulant/stationär: Kassenärzte fordern fairen Wettbewerb

Korzilius, Heike

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LNSLNS Die unterschiedlichen Rahmenbedingungen für Krankenhäuser und Arztpraxen macht die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit dafür verantwortlich, dass es bei der Überleitung der Patienten vom einen in den anderen Sektor nach wie vor erhebliche Probleme gibt. „Die Interessen von Krankenhäusern und Vertragsärzten weichen in vielen Fällen voneinander ab“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende, Dr. med. Andreas Köhler, bei „KBV kontrovers“ am 29. Oktober in Berlin. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Ambulant/stationär: Kooperation oder Konfrontation?“. Köhler forderte, die Wettbewerbsvorteile der Krankenhäuser endlich abzubauen und an den Schnittstellen der Behandlung für Vergütung, Bedarfsplanung und Mengenbegrenzungen gleiche Vor-aussetzungen zu schaffen.

Der KBV-Vorsitzende räumte ein, dass bereits einiges geschehen sei, um die strikte Sektorierung zu überwinden. Dazu gehörten die Möglichkeiten zum Abschluss von Integrationsverträgen, die Gründung von Medizinischen Versorgungszentren oder die Öffnung der Krankenhäuser für die ambulante Versorgung. Allerdings könnten nur faire Wettbewerbsbedingungen verhindern, dass diese Maßnahmen einen Verdrängungswettbewerb zulasten der niedergelassenen Fachärzte auslösten.

Nach Ansicht des Hauptgeschäftsführers der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, stellen sich beim Schnittstellenmanagement zwei entscheidende Fragen: „Wer darf was?“ und „Wie funktioniert das Miteinander?“ Im Mittelpunkt der Überlegungen müsse stets die Versorgung aus einem Guss stehen. An die niedergelassenen Ärzte appellierte er: „Sorgen Sie dafür, dass Sie gleich lange Spieße haben wie wir.“ Das dürfe aber nicht dazu führen, dass die Krankenhäuser künftig den gleichen Restriktionen unterlägen wie die Vertragsärzte. Es müsse vielmehr darum gehen, Hürden abzubauen. HK
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