ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2009Kuno Winn: Für eine einige Ärzteschaft

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Kuno Winn: Für eine einige Ärzteschaft

Dtsch Arztebl 2009; 106(45): A-2252 / B-1928 / C-1886

Korzilius, Heike

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Kuno Winn Foto: Hartmannbund
Kuno Winn Foto: Hartmannbund
„Was der ADAC für den Autofahrer, das müssen wir für die Ärzte sein: politisches Sprachrohr, vor allem aber auch Helfer in individueller Not.“ Diese Rolle soll der Hartmannbund nach dem Willen seines wiedergewählten Vorsitzenden künftig spielen. Mit 35 Stimmen setzte sich Prof. Dr. med. Kuno Winn bei der Haupt­ver­samm­lung des Verbandes am 25. Oktober gegen Dr. med. Roland Quast durch, der auf 30 Stimmen kam. Der 64- jährige Allgemeinarzt aus Hannover steht dem Hartmannbund seit 2005 vor.

Im Gesundheitswesen hält Winn es mit dem Motto „weniger Staat, mehr Eigenverantwortung“, was ihn zum leidenschaftlichen Gegner der ehemaligen Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt (SPD) und inzwischen zum ebenso leidenschaftlichen Befürworter ihres Amtsnachfolgers, Dr. med. Philipp Rösler (FDP), gemacht hat. Ein freiheitliches Gesundheitssystem bedeutet für Winn aber auch, dass für alle Leistungsbereiche die Kostenerstattung eingeführt wird.

Winn will sich außerdem weiter für die Einheit der Ärzteschaft einsetzen. Vor seiner Kritik ist dabei niemand sicher. Vom System der Kassenärztlichen Vereinigungen verlangt er Erneuerung, den Befürwortern von Selektivverträgen, allen voran dem Hausärzteverband, wirft er Maßlosigkeit vor. Von 1994 bis 2008 war Winn Mitglied des niedersächsischen Landtags, dann verpasste er den Wiedereinzug ins Parlament. Vor Kurzem wechselte er in die FDP, weil er die Gesundheitspolitik der CDU für perspektivlos hielt. Heike Korzilius
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