ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2009Medica 2009: Barcode- und RFID-Einsatz

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Medica 2009: Barcode- und RFID-Einsatz

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Die Anforderungen an medizinische Prozesse sind in den letzten Jahren hinsichtlich Sicherheit und Dokumentation ständig gestiegen. Technologien wie Barcodes oder RFID (Radio Frequency Identification; Funkerkennung) tragen dazu bei, Handhabungs- und Dokumentationsfehler zu vermeiden und Prozesse effizienter zu gestalten.

OP-Tücher können mit RFID-Chips ausgestattet werden. Foto: Siemens
OP-Tücher können mit RFID-Chips ausgestattet werden. Foto: Siemens
Der Barcode ermöglicht die zeitgerechte Erfassung von Daten auch ohne Zugriff auf eine zentrale Datenbank. Das Scannen von Medizinprodukten, Instrumenten, Blutbeuteln und Patientenbändchen ist inzwischen gängige Praxis. So liefert ein typischer „Healthcare Barcode“ sämtliche erforderlichen Informationen, die für Verifizierung und Dokumentation von Produkten notwendig sind, wie etwa Hersteller, Datum, Charge, individuelle Seriennummer. Auch Probenröhrchen und chirurgische Instrumente lassen sich damit als Unikate kennzeichnen. In Deutschland hat das DIN-Komitee für Barcode hierzu bereits 2005 den Anwenderstandard DIN 66401 für Instrumente publiziert. Der Technologiesprung vom gedruckten oder gelaserten optischen Code hin zu einem „funkenden“ Datenträger ist der von Barcode auf RFID. Beide tragen die Daten an Produkt, Gerät, Verpackung, per RFID ist es jedoch zusätzlich möglich, durch Verpackungen hindurch zu scannen. Auch kann eine Vielzahl von per RFID etikettierten Produkten gleichzeitig erfasst werden.

Dennoch sind die Potenziale der automatisierten Datenerfassung im Gesundheitsbereich noch längst nicht ausgeschöpft. Herstellerverbände wie der European Health Industry Business Communications Council oder Spectaris setzen sich daher für die verstärkte Nutzung von Barcodes und RFID in der Medizin ein. Beim Medica-Kongress widmet sich das Seminar Nr. 313 am 20. November 2009 diesem Thema.
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Informationen: Heinrich Oehlmann, EHIBCC-Deutschland, 06618 Naumburg, E-Mail: Heinrich.Oehlmann@hibc.de, Internet: www.hibc.de

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