ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2009Bekanntmachungen: Änderungen der Anlage 9.2

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Bekanntmachungen: Änderungen der Anlage 9.2

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LNSLNS (Versorgung im Rahmen des Programms zur Früherkennung von Brustkrebs durch Mammographie-Screening) der Bundesmantelverträge

Dem § 24 (Erstellung und Befundung von Screening-Mammographie-Aufnahmen) Absatz 3 Buchstabe e) wird folgender Satz angefügt:
„Bei Programmverantwortlichen Ärzten, die als Leiter eines Referenzzentrums gemäß § 6 Abs. 4 der Anlage 9.2 BMV-Ä/EKV tätig sind, gelten die Anforderungen nach diesem Buchstaben als erfüllt.“

§ 28 (Beurteilung histopathologischer Präparate) Absatz 2 Buchstabe c) wird wie folgt gefasst:
„c) Teilnahme an einer von der Kooperationsgemeinschaft anerkannten Fortbildungsveranstaltung nach Anhang 12 innerhalb von jeweils höchstens 2 Kalenderjahren.“

Dem § 28 (Beurteilung histopathologischer Präparate) Absatz 2 wird der folgende Buchstabe e) angefügt:
„e) Teilnahme am Verfahren zur Selbstüberprüfung der histopathologischen Befundqualität nach Anhang 12.“

Dem § 36 (Evaluation der Qualitätssicherungsmaßnahmen) Absatz 3 wird nach Buchstabe e) der folgende Buchstabe f) angefügt:
„f) Anzahl und Anteil der histopathologischen Beurteilungen, bei denen in der postoperativen Fallkonferenz eine Diskrepanz zwischen der präoperativen histopathologischen Diagnose und dem endgültigen histopathologischen Befund festgestellt wurde (§ 28 Abs. 2 Buchstabe e i. V. m. Anhang 12 Nr. 5)“

In § 41 (Übergangsregelungen) Buchstabe a) wird die Dauer der Übergangsregelung vom 31. 12. 2009 auf den 31. 12. 2010 verlängert.
Dem § 41 (Übergangsregelungen) wird der folgende Buchstabe h) angefügt:
„h) Bis zum 31.03.2011 kann von den Vorgaben nach § 28 Abs. 2 Buchstabe c) und e), § 36 Abs. 3 Buchstabe f), Anhang 9 Abschnitt IV.1, 5. Absatz und Anhang 12 abgewichen werden. In diesem Fall muss der Pathologe die Teilnahme an einer von der Kooperationsgemeinschaft anerkannten Fortbildungsveranstaltung von mindestens acht Stunden Dauer innerhalb von jeweils zwei Kalenderjahren gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung nachweisen.“

Im Anhang 9 (Datenübermittlung) Abschnitt IV.1 wird nach dem 4. Absatz folgender Absatz eingefügt:
„Die Statistik zur Qualitätssicherungsmaßnahme nach § 36 Abs. 3 Buchstabe f) ist vom Referenzzentrum in anonymisierter Form, bezogen auf den Arzt, an die Kooperationsgemeinschaft zur Evaluation weiterzuleiten.“

Anhang 10 (Katalog der Leistungsparameter für die Überprüfung der Screening-Einheiten im Rahmen der Rezertifizierung) wird wie folgt gefasst: Anhang 10 hängt an

Dem Anhang 11 wird folgender Anhang 12 angefügt:
„Anhang 12 Verfahren zur Selbstüberprüfung der histopathologischen Befundqualität nach § 28 Abs. 2 Buchstabe e)
1. Der Pathologe ist verpflichtet, eine Auflistung seiner Befunde zu erstellen. Diese Auflistung muss anonymisiert bezogen auf die untersuchte Frau mindestens folgende Angaben gemäß Anhang 1 sowie gemäß Anlage VI Krebsfrüherkennungs-Richtlinien umfassen:
nach Anhang 1 Abschnitt 2.1 Nummer 5:
– Übereinstimmung der Ergebnisse der bildgebenden und der histopathologischen Untersuchungen (ja/nein)
nach Anhang 1 Abschnitt 2.2 Nummer 5:
– Übereinstimmung der präoperativen pathologischen Diagnose mit dem endgültigen histopathologischen Befund (ja/nein)
nach Anlage VI Abschnitt 2.5 Nummer 6 Krebsfrüherkennungs-Richtlinien:
– Art der Biopsie
nach Anlage VI Abschnitt 2.6 Nummer 6 bis 8 Krebsfrüherkennungs-Richtlinien:
– Histologische Beurteilung
– B-Klassifikation nicht möglich
– Histologische Diagnose
Wird postoperativ ein Karzinom festgestellt – sofern verfügbar – die postoperative Dokumentation nach Anlage VI Abschnitt 2.7 Nummer 5 Krebsfrüherkennungs-Richtlinien:
– nicht invasiv
– Mikroinvasion
– Invasives Karzinom
2. Der Pathologe ist verpflichtet, die Auflistung nach Nummer 1 bis zum 31. Januar für das vorangegangene Kalenderjahr dem zuständigen Referenzzentrum vorzulegen.
3. Das Referenzzentrum führt die Auflistungen zusammen und erstellt eine Übersicht über alle Einzelergebnisse, sowie eine daraus berechnete Statistik gemäß § 36 Abs. 3 Buchstabe f) je Pathologen. Diese Übersicht wird in anonymisierter Form an die Pathologen übermittelt. Für jeden einzelnen Pathologen müssen die Ergebnisse so gekennzeichnet sein, dass er seine Ergebnisse von denen der anderen Pathologen unterscheiden kann. Das Referenzzentrum bewertet die Ergebnisse unter Hinzuziehung eines im Mammographie-Screening erfahrenen Pathologen, der hierfür vom Leiter des Referenzzentrums benannt wird. Ergeben sich bei der Bewertung der Übersicht aller Einzelergebnisse Auffälligkeiten bei einzelnen Pathologen, soll ein kollegiales Fachgespräch zwischen diesen sowie dem Leiter des Referenzzentrums und dem benannten Pathologen geführt werden. Auffälligkeiten sind insbesondere Diskrepanzen zwischen den prä- und postoperativen Befunden. Die Ergebnisse des kollegialen Fachgesprächs sind zu dokumentieren und der Kassenärztlichen Vereinigung zeitnah vorzulegen.
4. Die Übersicht aller Einzelergebnisse nach Nummer 3 soll auch für die Fortbildungsveranstaltung nach § 28 Abs. 2 Buchstabe c) herangezogen werden.
5. Zur Evaluation dieser Qualitätssicherungsmaßnahme sendet das Referenzzentrum die Statistik nach Nummer 3 bis zum 30. April für das vorangegangene Kalenderjahr an die Kooperationsgemeinschaft.
6. Der Pathologe ist verpflichtet, innerhalb von jeweils höchstens 2 Kalenderjahren an einer Fortbildungsveranstaltung von mindestens 8 Stunden Dauer nach § 28 Abs. 2 Buchstabe c) teilzunehmen. Diese Fortbildungsveranstaltung hat zum Ziel, eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Kenntnisse und Fähigkeiten hinsichtlich der Mammapathologie im Mammographie-Screening zu ermöglichen. An der Fortbildungsveranstaltung können alle Pathologen teilnehmen, die in einer dem Referenzzentrum zugeordneten Screening-Einheit tätig sind. Die Fortbildungsveranstaltung muss insbesondere die Diskussion und Bewertung der jährlichen Auswertungen der Befundqualität nach Nummer 3, die Entwicklung des Mammographie-Screening-Programms und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Mammadiagnostik in der Pathologie berücksichtigen.
7. Zur Durchführung der Fortbildungsveranstaltung wird vom Referenzzentrumsleiter ein im Screening erfahrener Pathologe benannt.
8. Neben der Übersicht nach Nummer 4 sollen für die Fortbildungsveranstaltung auch Präparate sowie ggf. erstellte Präparateradiographien von auffälligen Befunden nach Nummer 3 herangezogen werden. Der Pathologe ist verpflichtet diese rechtzeitig für die Fortbildungsveranstaltung dem Referenzzentrum zur Verfügung zu stellen. Dies umfasst die Dokumentation der histopathologischen Beurteilung der minimalinvasiven Abklärung, sofern verfügbar die postoperative Dokumentation der histopathologischen Beurteilung des OP-Präparates, das Schnitt- und Blockmaterial sowie ggf. erstellte Präparateradiographien. Die Angaben sind bezogen auf die Frau anonymisiert zu übermitteln.“

Die Änderungen treten zum 1. 10. 2009 in Kraft.
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