ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2009Pflegenoten: Erste Ergebnisse zeigen Mängel

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Pflegenoten: Erste Ergebnisse zeigen Mängel

afp; ddp

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Foto: ddp
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Die erstmals vergebenen Pflegenoten haben in zahlreichen deutschen Pflegeheimen teils schlechte Zustände offenbart. Besonders in den Bereichen Pflege und Umgang mit Demenzkranken schnitten viele Einrichtungen schlecht ab, wie der Medizinische Dienst der Kran­ken­ver­siche­rung (MDK) und der Spitzenverband der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) nach der Prüfung der ersten 1 057 Pflegeheime mitteilten. Seit Juli werden Pflegeeinrichtungen nach neuen Vorgaben geprüft. Damit soll mehr Transparenz zur Qualität der Heime geschaffen werden.

Mehr als 700 der bis Mitte September geprüften 1 057 Einrichtungen bescheinigten die MDK-Prüfer insgesamt „sehr gute“ oder „gute“ Noten. Die Gesamtnote „befriedigend“ erhielten 256 Heime. 73 Häuser bekamen dagegen in der Gesamtnote nur ein „ausreichend“, zwölf waren sogar „mangelhaft“.

„Die Ergebnisse zeigen, dass eine Reihe von Einrichtungen zum Teil deutliche Qualitätsdefizite hat und in die Verbesserung seiner Qualität investieren muss“, erklärte Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS). Dieter Voß, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes, sieht „eine hinreichende Qualität“ bei den Pflegeheimen. Dass bereits in den ersten Wochen die mangelhafte Qualität in zwölf Pflegeheimen aufgedeckt werden konnte, bestätige, „dass es gut und richtig war, mit den Pflegenoten konsequent auf Transparenz zu setzen“, erklärte er.

Nach Angaben von Voß sollen die ersten Erfahrungen ausgewertet und, wo notwendig, die Transparenzkriterien nachgebessert werden. Künftig sollen alle rund 11 000 Pflegeheime und 11 500 ambulanten Pflegedienste nach dem neuen System benotet werden. afp/ddp
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