ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2009Psycholytische Therapie: Vollkommen daneben
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LNSLNS Nach dem Lesen dieses Beitrages (auf der ersten Seite des Heftes überhaupt) kann ich dem Grundinhalt der inhaltlichen Distanzierung von solcherart „Therapien“ uneingeschränkt zustimmen, nicht jedoch einer meines Erachtens gefährlichen Interpretation beziehungsweise einer entsprechend unsoliden journalistischen (?) Recherche im zweiten Absatz, und hiergegen richtet sich in aller Deutlichkeit meine Kritik, die sicherlich auch die Zustimmung vieler Kolleg(inn)en, denen der schon lange verstorbene Nestor und Autor einer Vielzahl von Arbeiten zum „Katathymen Bilderleben“, Hanscarl Leuner, gut bekannt ist, finden wird, aber auch unabhängig davon von mir ausgesprochen wird: Die Autorin schreibt dort unter anderem: . . . „Die Arbeiten des deutschen Psychiaters und Psychoanalytikers Hanscarl Leuner trugen wesentlich zur Entwicklung dieser fragwürdigen Methode (hier: die sogenannte psycholytische Therapie, um deren „Anwendung“ mit den bekannten Todesfolgen es überhaupt geht – W. Z.) bei.“ Ich weiß nicht, woher und in welcher Weise die Autorin zu solcher weitreichenden wie meines Erachtens vollkommen danebenliegenden Stellungnahme gelangt, ich kann in den vielen Auflagen des großen Hauptwerkes von H. Leuner „Lehrbuch des Katathymen Bilderlebens“, Huber-Verlag, Stuttgart, Toronto, Bern und so weiter, aber auch in anderen kleineren Arbeiten, einen derartigen Gedankengang nirgends finden, der auch nur eine Ableitung einer solchen gefährlichen „Entwicklung dieser fragwürdigen Methode“ beziehungsweise eines damit verbundenen Konzeptes auch nur ansatzweise zulassen würde. Was und in welcher Weise dort also recherchiert wurde, ist für mich nicht nachvollziehbar, vor allem dann nicht, wenn keinerlei Quellen für die Aussagen angegeben werden.
Dipl.-Psych. Priv.-Doz. Dr. phil. habil. W. Zimmermann, Fachpsychologe der Medizin, PPT/ KJPT, Hypnotherapeut (DGH), Lehrtherapeut, Supervisor, Balintgruppenleiter (DBG) u. a. m., Psychol.- Psychotherapeutische Praxis, Breitscheidstraße 41, 16321 Bernau, Telefon: 0 33 38/58 74, E-Mail: dr.zimmermann1@gmx.de
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Avatar #688775
rot.herne
am Dienstag, 26. August 2014, 19:50

Behauptungen ohne persönliche Erfahrung

Psychoaktive Substanzen könnten lediglich dabei helfen, sich die Welt schöner zu malen – aber nicht dabei, ein einziges Problem zu lösen. „Auch dann nicht, wenn sie vom Fachmann verordnet werden“, sagt Pota

Dieser Satz kann nur von jemanden kommen der noch nie erfahrungen mit Psychothropen Substanzen dieser Art hatte. Ich muss sie korregieren und sagen dass es viel mehr ist als nur ein schön malen. Das Abtauchen in tiefere psychiasche unterbewusste Vorgänge ist keine schönmalerei. Oft sogar ein schmerzhaftes aber heilsames Unterfangen. Ich litt selber unter Depressionen und weis wie hilfreich psychothtope Substanzen wie LSD sein können. Die Psychoanalyse in allen Ehren (Mit der auch ich Erfahrungen habe) Aber es gibt oft Innere Psychische Grenzen die auch nach Jahrelanger Psychoanalyse nicht eingerissen werden können.
Ich werfe niemanden vor so einen Denkansatz der Psycholytischen Therapie und Halluzinogenen Drogen entgegenzubringen, wenn er selbst nie so eine Erfahrung machen konnte. Es ist etwas was man nur versteht wenn man selbst diesen Weg gegangen ist. Die Studien die zuletzt in der Schweiz mit LSD und MDMA durch geführt wurden und ein durchweg positives Ergebnis hatten, sind hier leider an keiner Stelle angeführt. Mich macht es immer sehr traurig wenn ich sowas lese weil ich weis wie vielen Menschen denn es wirklich schlecht geht geholfen werden könnte. Menschen mit einer Posttraumatischen Belastungsstöhrung. Menschen mit Depressionen und Neurosen bei denen die wirklich guten und oft Hilfreichen Therapieverfahren leider keinen Erfolg hatten würden mehr als profietieren.
ich bitte die Autoren sich vielleicht etwas mehr mit der ganzen Thematik auseinander zu setzten. Ich verweise auch auf den Süd und Mittelamerikanischen Kontinent auf dem Ayahuasca und Peyote zur Kultur gehören. Und selbst unsere Kultur hat einen Hintergrund der sich auf diese Thematik bezieht. Das Thema welches hier angeschnitten wird verdeutlich den Stand unserer Gesellschaft. Dass Dinge die die Seele betreffen und den Menschen zum Menschen machen vergessen werden und unserer Gesellschaft fehlt es an etwasund sie wissen noch nicht mal was. Das Herz, der Tiefgang und wirkliche Erfahrungen.
Avatar #688775
rot.herne
am Dienstag, 26. August 2014, 19:49

Behauptungen ohne persönliche Erfahrung

Psychoaktive Substanzen könnten lediglich dabei helfen, sich die Welt schöner zu malen – aber nicht dabei, ein einziges Problem zu lösen. „Auch dann nicht, wenn sie vom Fachmann verordnet werden“, sagt Pota

Dieser Satz kann nur von jemanden kommen der noch nie erfahrungen mit Psychothropen Substanzen dieser Art hatte. Ich muss sie korregieren und sagen dass es viel mehr ist als nur ein schön malen. Das Abtauchen in tiefere psychiasche unterbewusste Vorgänge ist keine schönmalerei. Oft sogar ein schmerzhaftes aber heilsames Unterfangen. Ich litt selber unter Depressionen und weis wie hilfreich psychothtope Substanzen wie LSD sein können. Die Psychoanalyse in allen Ehren (Mit der auch ich Erfahrungen habe) Aber es gibt oft Innere Psychische Grenzen die auch nach Jahrelanger Psychoanalyse nicht eingerissen werden können.
Ich werfe niemanden vor so einen Denkansatz der Psycholytischen Therapie und Halluzinogenen Drogen entgegenzubringen, wenn er selbst nie so eine Erfahrung machen konnte. Es ist etwas was man nur versteht wenn man selbst diesen Weg gegangen ist. Die Studien die zuletzt in der Schweiz mit LSD und MDMA durch geführt wurden und ein durchweg positives Ergebnis hatten, sind hier leider an keiner Stelle angeführt. Mich macht es immer sehr traurig wenn ich sowas lese weil ich weis wie vielen Menschen denn es wirklich schlecht geht geholfen werden könnte. Menschen mit einer Posttraumatischen Belastungsstöhrung. Menschen mit Depressionen und Neurosen bei denen die wirklich guten und oft Hilfreichen Therapieverfahren leider keinen Erfolg hatten würden mehr als profietieren.
ich bitte die Autoren sich vielleicht etwas mehr mit der ganzen Thematik auseinander zu setzten. Ich verweise auch auf den Süd und Mittelamerikanischen Kontinent auf dem Ayahuasca und Peyote zur Kultur gehören. Und selbst unsere Kultur hat einen Hintergrund der sich auf diese Thematik bezieht. Das Thema welches hier angeschnitten wird verdeutlich den Stand unserer Gesellschaft. Dass Dinge die die Seele betreffen und den Menschen zum Menschen machen vergessen werden und unserer Gesellschaft fehlt es an etwasund sie wissen noch nicht mal was. Das Herz, der Tiefgang und wirkliche Erfahrungen.

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