ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSSUPPLEMENT: PRAXiS 4/2009Gesundheitsimmobilien: Profitieren vom Megatrend

SUPPLEMENT: PRAXiS

Gesundheitsimmobilien: Profitieren vom Megatrend

Löwe, Armin

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Erstmals können Anleger in einen offenen Fonds investieren, der sich auf Gesundheitsimmobilien spezialisiert hat.

Aktien des Gesundheitswesens gelten traditionell als „sichere Häfen“ in unsicheren Wirtschaftslagen. In diesem Sinne machte sich unlängst auch John Bowl-er, Global Healthcare Analyst der Fondsgesellschaft Schroders Investment Management Ltd. (SIM) für Aktien (und Fonds) der Gesundheitsbranche stark.

Für Anleger gibt es nun erstmals die Möglichkeit, auch mit kleinen Beträgen und breit gestreut in Immobilien anzulegen, die mit dem Gesundheitswesen zu tun haben. Die Catella Real Estate AG Kapitalanlagegesellschaft hat einen offenen Immobilienfonds gestartet, der in ein diversifiziertes Portfolio von Gesundheitsimmobilien investiert. Dazu zählen Krankenhäuser, Ärztehäuser, Seniorenheime, Wellnesscenter sowie Büros und Logistik für den Gesundheitssektor. „Es ist der erste offene Immobilien-Publikumsfonds, der sich auf Gesundheitsimmobilien spezialisiert hat,“ erläutert Dr. Andreas Kneip, Vorstandssprecher der Catella Real Estate AG Kapitalanlagegesellschaft.

Der neue Fonds „Fokus HealthCare“ ist zum öffentlichen Vertrieb in Deutschland zugelassen. Der Fonds investiert in Westeuropa, Schwerpunkt wird aber Deutschland sein (60 Prozent). Wegen der alternden Bevölkerung in den Industrieländern Europas prognostiziert Kneip ein anhaltendes, überproportionales Wachstum des Gesundheitssektors und damit des Bedarfs an Immobilien für Gesundheit, Wellness, Pflege und Rehabilitation. Health Care sei einer der größten Industriezweige Europas. Außerdem sieht der Catella-Vorstandssprecher einen Megatrend zu „Gesundheit und Lifestyle“, von dem der Fonds profitieren könne.

Die herkömmlichen offenen Immobilienfonds für Privatanleger investieren hauptsächlich in Bürogebäude (70 bis 80 Prozent des Fondsvermögens). Damit bietet der Fokus HealthCare eine attraktive Alternative, aber auch eine Ergänzung zu den bisher am Markt angebotenen offenen Immobilienfonds. Die Nachfrage nach Büroimmobilien ist sehr konjunkturabhängig und könnte unter der aktuellen Wirtschaftskrise leiden. Der Fokus HealthCare dürfte weniger konjunkturabhängig sein.

Als Ziel wird bis 2014 ein Fondsvermögen von einer Milliarde Euro angestrebt. Der Fonds investiert vor allem in Core-Immobilien, also voll vermietete Objekte, die ihre Rendite aus den Mieterträgen erwirtschaften. Die Zielrendite für den Anleger liegt nach der BVI-Methode bei fünf bis sechs Prozent. Der Fonds wendet sich an private Anleger, aber auch an institutionelle Investoren (ab 20 000 Euro). Die drei Startinvestments in Norddeutschland, Bayern und Österreich mit einem Kaufpreis von zusammen mehr als etwa 53 Millionen Euro stehen bereits fest, der Betrag wurde von Catella vorfinanziert.

Bis zu 50 000 Euro pro Anleger können täglich zurückgegeben werden. Bei höheren Beträgen muss eine Kündigungsfrist eingehalten oder eine Rücknahmegebühr gezahlt werden. Damit soll vermieden werden, dass eine Schließung des Fonds notwendig werden könnte, weil die institutionellen Großanleger plötzlich hohe Beträge aus dem Fonds abziehen. Aus diesem Grund hatten im Herbst/Winter 2008 zahlreiche Fonds die Fondsrücknahme zeitweise einstellen müssen, weil Großanleger ohne Kündigung ihre Anteile zurückgaben. Der von Catella Real Estate gemanagte offene Immobilienfonds „Focus Nordic Cities“ konnte als erster nach Ablauf der Dreimonatsfrist im Januar 2009 den Rücknahmestopp aufheben, nachdem für Großanleger eine Kündigungsfrist und Rücknahmegebühr eingeführt worden war. Aufgrund der positiven Erfahrungen nach der Wiederöffnung des Focus Nordic Cities mit diesem Instrument wurde das Konzept auch für den Fokus HealthCare übernommen. Armin Löwe
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema