ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2009Harninkontinenz: Nicht nachvollziehbar
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Als wir 1997 unsere ersten TVT-OPs erfolgreich und mit sehr zufriedenen Patientinnen absolvierten, waren die konservativen Stimmen sehr militant. Horrorwarnungen vor Früh- und Spätkomplikationen (die es durchaus gibt) – bis zur Androhung, kein Gutachter würde uns diese Abweichung vom Goldstandard „Burch-OP“ verzeihen. 1 500 TVT-OPs (ohne eine einzige schwere Komplikation) und zwölf Jahre später steht für mich fest: Es war kein Fehler, nicht auf die doppeltblinde, randomisierte Zehn-Jahres-„Überlebensstudie“ für TVT gewartet zu haben.

Nach über 800 BB-Implantaten (prolift total, Perigee, Apogee, Elevate, Avaulta posterior u. a.) kann ich als Frauenarzt diesen „urologischen Warnschuss“ nicht ganz nachvollziehen.

Seit 2006 setzen wir in unserer Klinik die übliche standardisierte Patientenaufklärung (pro compliance, Thieme-Verlag, Bestell-Nr. 607–086) für Operationen bei Beckenbodensenkung mit Implantaten ein. Sie schließt auch xenogene Implantate ein und klärt über die in der FDA-Warnung angeführten Risiken (die ohne Angaben zum konkreten Implantattyp und zur Inzidenz der Komplikationen nebenbei völlig wertlos ist) auf . . .
Dr. med. Wolfgang Götze, Alt-Wilkendorf 37, 15345 Altlandsberg
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