ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2009USA: Frühgeburten Ursache für Kindersterblichkeit

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USA: Frühgeburten Ursache für Kindersterblichkeit

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Die Anzahl der Frühgeburten ist mit 540 000 jährlich in den USA sehr hoch. Foto: dpa
Die Anzahl der Frühgeburten ist mit 540 000 jährlich in den USA sehr hoch. Foto: dpa
Ein hoher Prozentsatz an Frühgeburten ist der zentrale Grund, warum die USA eine höhere Kindersterblichkeit haben als viele andere wohlhabende Länder. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des staatlichen „Center for Disease Control and Prevention“. Zwar überleben in den USA geborene Frühchen häufiger als in vielen anderen Staaten, allerdings ist die Zahl der Frühgeburten mit 540 000 jährlich sehr hoch und ihre Überlebenschance verglichen mit regulär geborenen Kindern niedrig. Der Studie zufolge bringen gerade Frauen aus schwachen sozialen Verhältnissen Frühchen zur Welt. Ihnen fehle es am Zugang zur medizinischen Versorgung.

In den USA sterben mehr Kinder innerhalb eines Jahres nach der Geburt als in den meisten europäischen Ländern und Staaten wie Kanada und Japan. In der weltweiten Statistik zur Kindersterblichkeit belegen die Vereinigten Staaten gerade einmal Rang 30. 1960 hatten die USA noch Platz zwölf inne, 1990 waren sie auf Platz 23 abgerutscht. Die niedrigsten Raten (unter 3,0 bei 1 000 Geburten) haben die nordischen Staaten Schweden und Finnland sowie Japan, Hongkong und Singapur im asiatischen Raum; in den USA liegt die Rate bei 6,9, der Wert von Deutschland ist 3,9. Kindersterblichkeit gilt als wichtiger Indikator für den Gesundheitszustand einer Gesellschaft. nos
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