ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2009Schwarz-Gelbe Koalition: Ärzte bieten Regierung Zusammenarbeit an

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Schwarz-Gelbe Koalition: Ärzte bieten Regierung Zusammenarbeit an

Hibbeler, Birgit

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LNSLNS Die Ärzteschaft steht einer Kooperation mit der neuen Regierung positiv gegenüber. Das hat der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, der Bundesregierung in einem Schreiben mitgeteilt. „Die Ärztinnen und Ärzte in Deutschland verbinden mit dem Koalitionsvertrag von CDU, CSU und FDP die Hoffnung, dass mit dem Regierungswechsel eine inhaltliche Neuausrichtung in der Gesundheitspolitik vollzogen wird“, erklärt Hoppe in dem Papier. Das Regierungsprogramm lege nahe, dass die Koalition die dringendsten Probleme in der Gesundheitsversorgung erkannt habe.

Hofft auf eine neue Vertrauenskultur: BÄK-Präsident Jörg-Dietrich Hoppe. Foto: dpa
Hofft auf eine neue Vertrauenskultur: BÄK-Präsident Jörg-Dietrich Hoppe. Foto: dpa
Der Ärztekammerpräsident betont, die Regierung habe in ihrem Koalitionsvertrag langjährige Forderungen der Ärzte aufgenommen. So unterstützt Hoppe die geplanten Maßnahmen zur Nachwuchsgewinnung und Förderung von Medizinstudierenden. „Die Attraktivität des Arztberufs wird sich langfristig jedoch nur dann steigern lassen, wenn ärztliche Arbeit wieder wertgeschätzt wird“, schreibt Hoppe. Er plädiert in dem Brief für mehr Kooperation unter den Gesundheitsberufen. Bei der Aufgabenverteilung müssten aber Qualität und Patientensicherheit gewährleistet sein. „Medizinische Diagnostik, Indikationsstellung sowie Planung und Steuerung der Therapie einschließlich Aufklärung und medizinische Beratung des Patienten sind originär ärztliche Aufgaben, die nicht in die Eigenverantwortung nicht ärztlicher Gesundheitsberufe übertragen werden können.“

Der BÄK-Präsident kritisiert zugleich die Pläne für ein Patientenschutzgesetz. Die geplante Reform der Gebührenordnung für Ärzte wertet er hingegen positiv. BH
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