ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2009Gesundheitskarte: „eRezept“ wird zurückgestellt

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Gesundheitskarte: „eRezept“ wird zurückgestellt

Krüger-Brand, Heike E.

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Die Praxistauglichkeit der Anwendungen muss gewährleistet sein. Foto: dpa
Die Praxistauglichkeit der Anwendungen muss gewährleistet sein. Foto: dpa
Der Basisrollout der elektronischen Gesundheitskarte steht zwar nicht zur Diskussion. Der Funktionsumfang wird jedoch deutlich abgespeckt und auf die Online-Aktualisierung der Versichertenstammdaten sowie auf den elektronischen Not­fall­daten­satz als freiwillige Anwendung reduziert. Auch der elektronische Arztbrief soll als eine der ersten Anwendungen der Karte weiter vorangetrieben werden. Dagegen wird das elektronische Rezept zurückgestellt. „Der Massentest eRezept war nicht befriedigend“, sagte Norbert Paland, Leiter der Gruppe Telematik im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) bei der Medizinmesse Medica in Düsseldorf. Das müsse man bewerten und in der Architektur grundlegende Veränderungen vornehmen.

Inzwischen hat auch die im Koalitionsvertrag verabredete Bestandsaufnahme zum weiteren Aufbau der Telematikstruktur begonnen. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Philipp Rösler traf sich mit dem Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. med. Carl-Heinz Müller, und der Vorsitzenden des GKV-Spitzenverbandes, Dr. Doris Pfeiffer. Man werde den Aufbau der Tele­ma­tik­infra­struk­tur schrittweise angehen und mit einer erweiterten und datenschutzrechtlich sicheren Krankenversichertenkarte beginnen, erklärte Rösler.

KBV-Vorstand Müller betonte: „Wir sollten die Chance einer ergebnisoffenen Bestandsaufnahme nutzen. Im Vordergrund steht das Ziel, innovative Lösungen zu finden, die dem aktuellen technischen Stand entsprechen und die jeweiligen Anforderungen der Beteiligten berücksichtigen.“ KBr
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