ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2009Projekte: Nachahmer gesucht
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LNSLNS Das erste Kooperationsabkommen zur besseren Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung hat die KBV Ende 2005 mit der Sana-Kliniken AG geschlossen. Es folgten die SRH-Kliniken, die Allgemeine Hospitalgesellschaft AG, die Damp-Holding AG und die Rhön-Klinikum AG.

Dass es bislang nur Vereinbarungen mit privaten Anbietern gebe, habe in erster Linie praktische Gründe, sagt Dorothy Mehnert, KBV-Referentin für diesen Bereich. Einheitliche Konzernstrukturen begünstigten gemeinsame Projekte. Kommunale Kliniken hingegen seien sehr unterschiedlich aufgestellt.

„Es ist relativ schwierig, die beiden Sektoren zu verzahnen“, meint Mehnert. Doch einige positive Beispiele gelungener Projekte gibt es:

Nach und nach macht eine strukturierte Weiterbildung unter Beteiligung aller Akteure vor Ort Schule. Sana beispielsweise fördert im Rahmen der KBV-Kooperation in Absprache mit den KVen in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sowie den Lan­des­ärz­te­kam­mern den hausärztlichen Nachwuchs. Es gibt für angehende Allgemeinmediziner inzwischen Infoflyer, Musterverträge und ein Curriculum. Andere KVen haben Interesse an dem Basismaterial angemeldet.

Die Rhön-Klinikum AG arbeitet im Rahmen der Kooperation ebenfalls an besseren Weiterbildungsstrukturen. So wurde beschlossen, die Fördergelder für angehende Allgemeinmediziner aus dem Initiativprogramm nicht zu deren regulärer Bezahlung einzusetzen. Das übernimmt Rhön; die Fördermittel können die Ärzte in Weiterbildung für zusätzliche Qualifikationen ausgeben.

Darüber hinaus gibt es mancherorts Fortschritte bei Vorhaben wie dem zur besseren Abstimmung der Arzneimittelverordnung oder zum Aufbau eines gemeinsamen EDV-Portals. Mehnert ist optimistisch, dass mehr und mehr Kooperationen anlaufen werden. Gesetzliche Vorgaben wie zum Beispiel die sektorenübergreifende Qualitätssicherung würden die gemeinsame Sache befördern: „Durch eine geregelte Kooperation von ambulantem und stationärem Bereich kann man hier viel erreichen.“ Rie
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