ArchivDeutsches Ärzteblatt24/1997Sexualstraftäter: Strafverfolgung von Gutachtern gefordert

SPEKTRUM: Leserbriefe

Sexualstraftäter: Strafverfolgung von Gutachtern gefordert

Heinlein, Hartmut

Zu dem Beitrag "Gesetzentwürfe zum Schutz vor Sexualstraftätern: Bessere therapeutische Betreuung gefordert" von Gisela Klinkhammer in Heft 16/1997
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LNSLNS Solange die Angaben der einzelnen Bundesländer über Rückfälle von Sexualstraftätern zwischen 10 und 90 Prozent liegen, kann von einer Therapie keine Rede sein.
Nach derzeitiger Rechtslage darf ein Kindermörder dreimal morden, bevor er in Sicherheitsverwahrung genommen werden kann. Jetzt wird der Bevölkerung ein Gesetzentwurf verkauft, daß bereits nach der ersten Wiederholungstat Sicherheitsverwahrung ausgesprochen werden kann. Im Klartext: Das Leben von zwei Kindern wird weniger wert sein als die Freiheit eines Mörders. Solange eine erfolgreiche Therapie - das heißt, keine Wiederholungstat - nicht möglich ist, sind unsere Kinder vor Wiederholungstätern zu schützen. Es existiert eine Allianz von Gutachtern, Medien und Justiz, welche weitere Kindesmorde in Kauf nimmt. Der Gutachter des Wiederholungstäters und Mörders von Natalie Astner soll nach dem Mord an Natalie geäußert haben, daß er wieder so urteilen würde. Wir fordern die Strafverfolgung von Gutachtern, welche durch ihre Fehlurteile Wiederholungstaten ermöglichen.
In den Medien werden zum Beispiel dem toten Kind fünf Zeilen gewidmet, die Eltern des ermordeten Kindes sind keiner Erwähnung wert, über den Täter wird 45 Zeilen lang berichtet.
Dr. med. Hartmut Heinlein, Der Eschershäuser Ärztekreis - Elterninitiative zum Schutz des Lebens unserer Kinder, Ringstraße 10, 37632 Eschershausen
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