ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2009Lothar Kropius †: Überzeugter Freiberufler

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Lothar Kropius †: Überzeugter Freiberufler

Dtsch Arztebl 2009; 106(48): A-2423 / B-2085 / C-2025

Helming, Hans-Joachim

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Lothar Kropius Foto: KV Brandenrurg
Lothar Kropius Foto: KV Brandenrurg
Nur wenige Monate vor Vollendung seines 75. Lebensjahres starb am 29. Oktober plötzlich Lothar Kropius, der erste Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Brandenburg. Mit ihm, einem der „Gründerväter“, verlor die brandenburgische Ärzteschaft einen engagierten und allseits geschätzten Kollegen. Seine Sachlichkeit, seine ruhige, ausgeglichene Art, seine Menschlichkeit und Offenheit waren beispielhaft.

Als erster gewählter KV-Vorsitzender hat Kropius maßgeblich dazu beigetragen, dass die freiberufliche ärztliche Tätigkeit wieder jene Bedeutung erlangte, die für die Berufsausübung so entscheidend ist. Sein Einsatz kam nicht von ungefähr. Bereits 1965 hatte Kropius sich in Jüterbog niedergelassen, in der Frage der Freiberuflichkeit ein „Überzeugungstäter“, wie er über sich selbst sagte. 1989 war er einer von nicht einmal mehr 70 niedergelassenen Ärzten in der Region. Nach 1989 setzte sich Kropius umgehend für eine ärztliche Selbstverwaltung ein. Durch großes Engagement führte er die sich neu formierende Ärzteschaft in Brandenburg zusammen. Unter seiner Führung etablierte sich die KV als Verein, später als Körperschaft. Von 1990 bis 1994 war er Vorsitzender des Vorstands, bis zu seinem Tod Mitglied der Ver­tre­ter­ver­samm­lung sowie zahlreicher ehrenamtlicher Gremien.

Wir werden ihn auch in Erinnerung behalten als einen Kollegen, der bescheiden, aber konsequent auftrat. Sein ärztliches Handeln ließ sich auf einen nur einfach klingenden Nenner bringen: immer für seine Patienten da zu sein. Dr. med. Hans-Joachim Helming
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