ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2009HIV: Weniger Neuansteckungen, mehr Infizierte

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HIV: Weniger Neuansteckungen, mehr Infizierte

Schmitt-Sausen, Nora

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LNSLNS In den vergangenen acht Jahren ist die Zahl der Ansteckungen mit dem menschlichen Immunschwächevirus (HIV) weltweit um 17 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig seien aber mit 33,4 Millionen so viele Menschen mit dem Virus infiziert wie nie zuvor, heißt es im Weltaidsbericht der Vereinten Nationen (UN). Immer weniger Infizierte stürben demnach an der Immunschwächekrankheit, weil seit Mitte der 1990er-Jahre der Zugang zu lebensverlängernden Behandlungen verbessert worden sei.

Foto: picture alliance/dieKLEINERT
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Dem Bericht zufolge sank die Zahl der Neuerkrankungen in Afrika um 15 Prozent. Das bedeutet 400 000 Ansteckungen weniger als im Jahr 2008. In Ostasien ging die Zahl der Neuinfektionen um 25 Prozent zurück, im Süden und Südosten Asiens um zehn Prozent. Die Erfolge beim Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Virus führt die UN auf starke Bemühungen in der Prävention zurück.

In Deutschland liegt die Zahl der jährlichen Neuinfektionen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts seit 2007 konstant bei etwa 3 000. Während der 90er-Jahre bewegte sich die Zahl um 2 000 Ansteckungen jährlich. nos

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