ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2009Nationaler Krebsplan: Krebshilfe fordert Umsetzung

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Nationaler Krebsplan: Krebshilfe fordert Umsetzung

Richter-Kuhlmann, Eva

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Die Tumorforschung muss nach Ansicht der Krebshilfe weiter gestärkt werden. Foto: ddp
Die Tumorforschung muss nach Ansicht der Krebshilfe weiter gestärkt werden. Foto: ddp
Wenig zufrieden ist die Deutsche Krebshilfe mit dem Koalitions­vertrag der schwarz-gelben Regierung. Anlässlich der Vorstellung ihres neuen Präsidenten, Prof. Dr. med. Harald zur Hausen, appellierte sie deshalb an die Bundes­regierung, den in der ver­gangenen Legislatur­periode initiierten Nationalen Krebsplan fortzusetzen und die unter der Großen Koalition erarbeiteten Themen­schwer­punkte mit Nachdruck umzu­setzen.

Der Medizin-Nobelpreisträger zur Hausen möchte in seiner Amtszeit vor allem die Krebsforschung stärken. „Die 2008 angedachten forschungspolitischen Schwerpunkte im Bereich Krebs müssen verstetigt werden“, unterstrich auch der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Krebshilfe, Hans-Peter Krämer. Zur Finanzierung der translationalen Forschung bedürfe es dabei einer engen Zusammenarbeit zwischen privaten Förderorganisationen und der öffentlichen Hand. Denn die Krebshilfe selbst erhalte keine öffentlichen Gelder, sondern finanziere alle ihre Aktivitäten aus freiwilligen Zuwendungen der Bevölkerung.

Krämer bedauerte ferner, dass im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung die Tabakkontrollpolitik keine Rolle spiele. „Ich bezweifle, dass die zurzeit föderale Wirtshauspolitik zielführend ist“, sagte er. Die Deutsche Krebshilfe fordert unter anderem abschreckende Warnbilder auf Zigarettenschachteln und die Abschaffung von Zigarettenautomaten. ER
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