ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2009Studie: Hinter der Zeit
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Es ist zweifellos gut, dass das DÄ die Studienergebnisse wiedergibt und so einen Beitrag gegen Diskriminierung von Schwulen und Lesben leistet.

Gleichzeitig sei darauf hingewiesen, dass die deutsche Ärzteschaft selbst Ärztinnen und Ärzte diskriminiert, die in eingetragener Lebenspartnerschaft mit einem gleichgeschlechtlichen Partner/einer gleichgeschlechtlichen Partnerin leben, indem sie diese von der Hinterbliebenenversorgung der Ärzteversorgungswerke ausschließt, weil sich die Hinterbliebenenversorgung einzig an Witwen und Witwer und die Kinder der versicherten Ärzte und Ärztinnen wendet. Hinterbliebene Partner/ -innen bei eingetragener Lebenspartnerschaft sind bislang in Ärztlichen Versorgungswerken nicht berücksichtigt. Dies betrifft in der Zahl wahrscheinlich nur relativ wenige Menschen, gleichwohl ist dieser Umstand für die Betroffenen von hoher Relevanz.

Während sich viele berufsständische Versorgungswerke – wie auch die Deutsche Rentenversicherung – längst auf die modernen Lebensverhältnisse eingestellt haben, hinkt die Ärzteschaft weit hinter der Zeit her.
Dr. med. Sebastian Schöttes, Gottesweg 147, 50939 Köln
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