ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2009Wolfgang Zöller: Druck ausüben im Sinne der Patienten

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Wolfgang Zöller: Druck ausüben im Sinne der Patienten

Rieser, Sabine

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Wolfgang Zöller. Foto: CSU
Wolfgang Zöller. Foto: CSU
Wie es ihm geht als neuem Patientenbeauftragten? „Ich bin sehr zufrieden“, sagt Wolfgang Zöller (CSU). Nun kann der 67-Jährige in größerem Stil fortsetzen, was ihm schon als langjährigem Bundestagsabgeordneten und erfahrenem Gesundheitspolitiker im Einzelfall Freude machte: Dafür zu sorgen, dass jemand freien, zeitnahen und sozial abgesicherten Zugang zum Gesundheitswesen bekommt.

Als Erstes will er Anregungen und Beschwerden systematisch analysieren, dann auf Fehlentwicklungen reagieren. „Ich bin als Beauftragter der Bundesregierung unabhängig und kann in alle Bereiche hinein Anstöße geben“, sagt Zöller. Wenn das nichts nutzt, weiß der Franke allerdings auch, wie man Druck ausübt oder Gesetzesänderungen auf den Weg bringt.

Das Team seiner Vorgängerin sei eingespielt und habe gute Verbindungen zum Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium, lobt er. Dass er dort mit Vorschlägen bei Philipp Rösler (FDP) ein offenes Ohr finden wird, davon geht Zöller aus. Er habe ihn bei den Koalitionsverhandlungen als genauen Analytiker kennen gelernt, und so jemand sei auch geneigt, richtige Schlüsse zu ziehen.

Das Hauptanliegen des Patientenbeauftragten bleibt eine gute, flächendeckende Versorgung. Engagieren will Zöller sich für einen Ausbau der Beteiligungsrechte von Patientenvertretern im Gemeinsamen Bundes­aus­schuss. Als Schwerpunkte hat er sich zudem Verbesserungen bei der Organspende und Aufklärung über das Thema Depression gesetzt. Sabine Rieser
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