ArchivDeutsches Ärzteblatt24/1997Hessen: Etappensieg für Krankenhäuser

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Hessen: Etappensieg für Krankenhäuser

GJ; LÄKH

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LNSLNS WIESBADEN. Als Etappensieg für die Wahrung medizinischer Qualitätsstandards in den hessischen Krankenhäusern hat die Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen den Beschluß des Landeskrankenhausausschusses gewertet, nach dem Hessens Krankenhausversorgung bis zum Jahr 2000 nur auf Basis der 3. Fortschreibung des geltenden Krankenhausplanes verändert wird. Im Vorfeld dieser Entscheidung war es zu heftigen Protesten der Ärzteschaft und der Krankenhausträger gekommen, da die Krankenkassen eine Streichung von rund 4 000 (rund zehn Prozent) aller hessischen Klinikbetten forderten. Die Lan­des­ärz­te­kam­mer hatte gegenüber Politikern und Öffentlichkeit die Rechenexempel der Kassen mit Argumenten aus dem Klinik-alltag in Frage gestellt: Zwischen 1990 und 1995 fielen in Hessen rund 2 300 Klinikbetten weg. Zugleich sank die Verweildauer von 13,8 auf 11,5 Tage. Die Fallzahlen stiegen von 999 000 auf rund 1,1 Millionen (rund zehn Prozent). Die Bettenauslastung sank zwar um 15 Prozent, die Arbeitsbelastung nahm jedoch drastisch zu. Die Krankenkassen hatten Bettenkürzungen für fast alle Krankenhäuser gefordert. Künftig müßten die Versorgungsstrukturen stärker aufeinander abgestimmt und die ambulanten und stationären Angebote besser verknüpft werden, betonte Ge­sund­heits­mi­nis­terin Margarethe Nimsch.
GJ/LÄKH
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