ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSSUPPLEMENT: PRAXiS 5/2009KV-Safenet: Sicherer Zugang zu Netz und Diensten

SUPPLEMENT: PRAXiS

KV-Safenet: Sicherer Zugang zu Netz und Diensten

Bernard, René

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LNSLNS Nach der Anbindung an das geschützte Netz können die Ärzte nicht nur online abrechnen – weitere Anwendungen wie der Zugriff auf Formulare und Daten erleichtern ihnen die Arbeit.

Foto: PR-Partner Köln
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Etwa 8 000 Vertragsärzte und -psychotherapeuten haben sich nach Angabe der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) bereits online über das KV-Safenet mit ihrer jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung (KV) vernetzt (www.kv-safenet.de). Dadurch können sie unter anderem ihre Quartalsabrechnungen online versenden. Diese neue Methode wird die Übermittlung per Post voraussichtlich in gut einem Jahr ablösen: Ab 2011 dürfen Ärzte nur noch online abrechnen.

Viele Ärzte entscheiden sich heute schon für das KV-Safenet, weil die Online-Abrechnung Vorteile bietet: Ärzte können beispielsweise vorab Testabrechnungen automatisiert auf Fehler überprüfen lassen – das spart Rückfragen und beschleunigt die Bearbeitung. Außerdem bieten viele KVen weitere Anwendungen über das KV-Safenet an, die die Arbeit der Leistungserbringer unterstützen.

Möglich sind unter anderem die elektronische Erfassung von Disease-Management-Programmen, die Anbindung an das Krebsregister und der Zugriff auf Formulare und statistische Daten. Mit einem elektronischen Arztbrief können Leistungserbringer des Gesundheitswesens untereinander Stammdaten, Befunde, Diagnosen und Angaben zur Medikation sicher austauschen. Nicht jede KV stellt heute schon alle Möglichkeiten bereit. Die meisten Anwendungen bietet die KV Westfalen-Lippe, auch die KV Bayerns gehört zu den Vorreitern.

Zugang zum KV-Safenet erhält der Vertragsarzt oder -psychotherapeut ausschließlich über einen von der KBV anerkannten Netzanbieter. Eine Liste der zertifizierten Anbieter ist unter www.kbv.de/24875.-html abrufbar.

Mit der höchsten zurzeit verfügbaren Sicherheitstechnologie arbeitet etwa die Deutsche Telekom: Seit September 2009 können Ärzte den KV-Safenet-Zugang „MedicalExchange“ zu ihrem Telekom-DSL-Anschluss hinzubuchen. Diese Option ohne Kündigungsfrist haben auch Laien schnell selbst installiert: Die Lösung besteht aus einem speziellen Router, den die Ärzte einfach in ihr vorhandenes Netzwerk einbinden. Nach der Eingabe einer Auftragsnummer konfiguriert sich das Gerät automatisch. Der Arzt kann sich bereits nach wenigen Minuten über die Internetseite seiner KV anmelden und Anwendungen nutzen. Hierzu baut der Router ein sicheres Netzwerk, ein Virtual Private Network, mit seiner KV auf. Die verwendete Sicherheitstechnologie entspricht dabei der neuesten Rahmenrichtlinie 3.0 der KBV. Gemäß dieser Norm ist nicht nur die Datenübertragung sicher. Auch jeder externe Zugriff auf das Netzwerk oder auf die PCs einer Arztpraxis wird verhindert. Regelmäßige Updates und eine automatische Wartung halten die Sicherheitstechnologie tagesaktuell auf dem neuesten Stand.

Einige KVen bieten ihren Vertragspartnern Förderungen an, wenn sie sich jetzt schon für den KV-Safenet-Zugang entscheiden – etwa die KV Westfalen-Lippe. Die Leistungserbringer erhalten hier einen Bonus in Höhe von 750 Euro auf ihre erste Online-Abrechnung. Die KVen in Brandenburg, Bremen und Schleswig-Holstein bieten ähnliche Unterstützungsprogramme an. Da bei manchen KVen der Förderungszeitraum Ende dieses Jahres ausläuft, lohnt sich eine schnelle Entscheidung. René Bernard
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