ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSSUPPLEMENT: PRAXiS 5/2009Medica-Nachlese: Neuheiten – kurz vorgestellt

SUPPLEMENT: PRAXiS

Medica-Nachlese: Neuheiten – kurz vorgestellt

Dtsch Arztebl 2009; 106(50): [29]

Krüger-Brand, Heike E.

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Ausfallsichere Vernetzung
Das Zusatzmodul „Medical Office Exchange“ der Firma Indamed GmbH bietet die Möglichkeit, getrennte Praxisstandorte ohne teure DFÜ-Verbindungen zu vernetzen (www.indamed.de). Per VPN-Technik über DSL-Leitungen lassen sich Praxisstandorte asynchron miteinander verbinden. Das heißt, an jedem Praxisstandort läuft die Praxissoftware unabhängig von einer dauerhaft bestehenden Verbindung. Sobald eine Verbindung besteht, werden die Daten unter den Standorten abgeglichen. Fällt die Verbindung aus, werden die Daten gesammelt und zu einem späteren Zeitpunkt synchronisiert. Außenstellen werden unabhängig von Verbindungsausfällen und arbeiten an jedem Standort mit lokaler Netzwerkgeschwindigkeit. Die Anbindung von Geräten, das Speichern von Bildern und das Scannen von Dokumenten sind an jedem Standort möglich. Dieselbe Technologie nutzt das System für die Bereitstellung eines Notfallserverdienstes. In einer Praxis kann eine beliebige Arbeitsstation als „Notfallserver“ definiert werden. Sämtliche Daten des Hauptservers werden in Echtzeit mit dem Notfallserver synchronisiert, und bei Ausfall des Hauptservers kann die Praxis an allen Arbeitsplätzen sofort weiterarbeiten. Die Praxis spart Kosten, da die Serverhardware nicht redundant ausgelegt werden muss und Ausfallzeiten reduziert werden.

Qualitätsmanagement
„QmediXX“, die Qualitätsmanagement-Softwarelösung von medatixx (www.medatixx.de), enthält eine Checkliste zur Selbstbewertung und mehr als 70 vorbereitete Musterdokumente für das Qualitätsmanagement (QM) im MS-Word-Format, mit denen die Praxisteams ihr persönliches QM-System systematisch überprüfen können. Zu jeder Anforderung aus der QM-Richtlinie des G-BA steht ein vorbereitetes QM-Nachweisdokument zur Verfügung. Praxen erfassen nur noch ihren Praxisstempel im vorbereiteten Feld und passen die beispielhaften Abläufe an ihre Besonderheiten an. Das elektronische Dokumentenverwaltungssystem verwaltet alle Qualitätsdokumente und zeichnet sich durch eine visuelle Wiedererkennung (Abbildung Aktenordner) aus. Alte Dokumente werden automatisch archiviert, sämtliche aktuellen QM-Dokumente erhalten automatisiert eine Versionsnummer. Die Termin- und Aufgabenüberwachung mit Erinnerungsfunktion sorgt für den Überblick.

Einfacher DICOM-Datenimport
Mit dem „DICOM Importer Pro“ bietet medavis (www.medavis.de) eine intuitiv zu bedienende Lösung zum reibungslosen Import von Bilddaten im DICOM-Standard ins PACS-Archiv an. Neben Patienten-CDs können auch die Daten anderer externer Bildquellen über die Lösung gespeichert werden – von Ultraschall- und Endoskopieaufnahmen bis hin zu Scans und Fotos. Anwender können die gesamten Daten eines Datenträgers per Knopfdruck einlesen, Bilderserien oder einzelne Bilder über die Vorschau ansehen und die relevanten Bilder zum Import auswählen. Die korrekte Identifikation der Patienten- und Untersuchungsdaten erfolgt vor dem Import und sichert eine konsistente Datenhaltung. Neben der manuellen Eingabe können zahlreiche Schnittstellen zur vorhandenen EDV genutzt werden. Die Multi-Archiv-Fähigkeit der neuen Version ermöglicht dem Anwender die Interaktion mit mehreren PACS-Archiven. Damit lässt sich das System vielfältig integrieren und passt sich dem jeweiligen Workflow an. Die Software eignet sich besonders für ungeschulte Anwender ohne eigene PACS-Workstation.

Dokumentationswerkzeug
Neuigkeiten in der Arztsoftware von Turbomed (www.turbomed.de) sind ein Abrechnungsassistent sowie das Dokumentationstool „VisioDok“, mit dem Anamnese, Befundung und Diagnosenstellung strukturiert in der Karteikarte dokumentiert werden können. Zusätzlich gibt es spezielle Facharzteditionen des Tools, das auch Anwender anderer Praxisprogramme nutzen können. Der ärztliche Kommunikationsdienst „TurboMed.net“ wurde um die Online-KV-Abrechnung erweitert. Darüber hinaus wurde ein Online-/Offline-Hausbesuchsmodul integriert. Für MVZ und größere Praxisorganisationen bietet der Statistikserver für die Unternehmenssteuerung und das Controlling vielfältige Auswertungsmöglichkeiten aller medizinischen und betriebswirtschaftlichen Daten an.

Geriatrisches Assessment
Um den Grad der Einschränkungen bei älteren Patienten festzustellen und rechtzeitig auf typische Alterssyndrome reagieren zu können, hat die ärztliche Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Geriatrie in Bayern verschiedene wissenschaftlich anerkannte Testverfahren zusammengestellt. Diese stehen jetzt in der Praxissoftware MCS-Isynet der MCS GmbH (www.mcs-ag.com) zur Verfügung, wo sie über den Workflow- und Dokumentationsmanager aufgerufen werden können. Die Tests werden extra vergütet und bestehen aus Abfragen, die bestimmte Fähigkeiten des Patienten anhand einer Skala bewerten. Das Ergebnis gibt Auskunft über den Grad einer eventuellen Erkrankung. Das geriatrische Assessment ergänzt die Module der Fachrichtungen Allgemein-/Innere Medizin und Neurologie/Psychiatrie.

Mit dem Hausbesuchsmodul von MCS können Ärzte auch von unterwegs auf sämtliche Patientendaten und -termine zugreifen, neue Patienten- und Abrechnungsscheine anlegen, ihre Hausbesuche dokumentieren, Leistungsziffern erfassen sowie Briefe und Atteste ausstellen. Im laufenden Praxisbetrieb kann der Arzt die Praxissoftware auf den Hausbesuchsmodus umschalten und die Synchronisation der Patientendaten zwischen Server und Laptop vornehmen. KBr
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