ArchivDeutsches Ärzteblatt PP12/2009Private Kran­ken­ver­siche­rung: Sondereffekte stoppen den Abwärtstrend

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Private Kran­ken­ver­siche­rung: Sondereffekte stoppen den Abwärtstrend

Flintrop, Jens

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LNSLNS Die Zahl der Krankheitskostenvollversicherten in der privaten Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) ist zum 31. Dezember 2008 auf 8,64 Millionen gestiegen. Der Nettoneuzugang im Jahr 2008 belief sich auf 90 300 Personen (2007: 59 900). In der Zahl sind allerdings 20 500 reine Anwartschaftsversicherungen enthalten. Sie wurden von gesetzlich Versicherten abgeschlossen, die sich für die Zukunft einen Tarif der „alten PKV-Welt“ sichern wollten. Weitere 20 900 Personen waren zuvor unversichert und kamen im Vorgriff auf die gesetzliche Pflicht zur Versicherung. Bereinigt um die beide Sondereffekte betrug der Neuzugang 48 900 Personen.

Im ersten Halbjahr 2009 kamen weitere 98 800 Personen in die PKV (erstes Halbjahr 2008: 23 400). Am 30. Juni waren somit 8,74 Millionen Menschen privat krankheitskostenvollversichert. Auch dieser Anstieg beruht auf einmaligen Effekten: der zu Jahresbeginn in Kraft getretenen Pflicht zur Versicherung und den mit der Einführung des Gesundheitsfonds verbundenen Beitragserhöhungen in der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung.

Die Ausgaben der privaten Kran­ken­ver­siche­rungsunternehmen für Versicherungsleistungen stiegen 2008 um 6,7 Prozent auf 19,6 Milliarden Euro. Dabei erhöhten sich die Ausgaben für ambulante Leistungen um 7,8 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro, die für stationäre Leistungen um 5,1 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro. JF
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