ArchivDeutsches Ärzteblatt PP12/2009Stressabbau: Expressives Schreiben fördert Wohlbefinden

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Stressabbau: Expressives Schreiben fördert Wohlbefinden

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LNSLNS Frustrationen kommen im Arbeitsleben häufig vor. Sie können im schlimmsten Fall zu Sabotageakten, innerer Kündigung und Absentismus führen. Um solche gravierenden Folgen zu verhindern, haben Psychologen der University of British Columbia auf die Methode des expressiven Schreibens zurückgegriffen. Sie befragten 100 Berufstätige nach den Ungerechtigkeiten, die sie im Berufsleben erfahren hatten, und erfuhren, dass die Befragten zum Beispiel von ihren Vorgesetzten nicht versetzt oder gefördert, diskriminiert und gedemütigt worden waren. Dann teilten sie die Berufstätigen in vier Gruppen ein. Jede Gruppe sollte über mehrere Tage entweder Gedanken und Gefühle über erlittene Ungerechtigkeiten am Arbeitsplatz oder ein neutrales Thema schriftlich festhalten. Nach dieser Intervention zeigte es sich, dass sich vor allem das Niederschreiben von Gedanken und Gefühlen positiv auf das psychische Wohlbefinden ausgewirkt hatte: Die Teilnehmer empfanden weniger Ärger, konnten inneren Abstand zu den Ungerechtigkeiten nehmen. Das Notieren der Gedanken oder der Gefühle allein beziehungsweise das Schreiben über ein neutrales Thema erbrachten hingegen kein vergleichbares Ergebnis. „Schreiben reduziert negative Gefühle und Gedanken und fördert konstruktive“, so die Wissenschaftler. „Auf diese Weise können innere Ausgeglichenheit und Wohlbe-finden aktiv wiederhergestellt werden.“ ms

Barclay L, Skarlicki D: Healing the wounds of organizational injustice: Examining the benefits of expressive writing. Journal of Applied Psychology 2009; 94(2): 511–23.
Laurie Barclay, School of Business and Economics, Wilfrid Laurier University, 75 University Avenue, Waterloo, Ontario, Canada N2L 3C5 (CA), E-Mail: lbarclay@wlu.ca
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