ArchivDeutsches Ärzteblatt24/1997Entschädigung wegen verseuchter Blutkonserven

POLITIK: Nachrichten - Ausland

Entschädigung wegen verseuchter Blutkonserven

afp

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LNSLNS WASHINGTON. In den USA haben vier Pharmakonzerne, die HIV-verseuchte Blutkonserven verbreitet haben sollen, der Regierung zwölf Millionen Dollar angeboten, wenn diese auf ein juristisches Vorgehen verzichtet. Das teilte das Justizministerium in Washington mit. Die betroffenen Unternehmen, darunter die Bayer Corpo- ration sowie die Firmen Alpha Therapeutic Corporation, Armour Pharmaceuti- cal Company und die Baxter Healthcare Corporation, wer-den beschuldigt, zwischen 1978 und 1985 HIVverseuchte Blutpräparate vertrieben zu haben. Dadurch hatten sich vermutlich mehrere tausend Menschen mit dem HI-Virus infiziert.
Nach Angaben des Justizministeriums will Bayer für 45 Prozent der angebotenen Summe aufkommen. Armour und Baxter würden jeweils 20 Prozent und Alpha 15 Prozent zahlen. Mit dem Geld sollen Ausgaben erstattet werden, die der Staat in die Pflege betroffener Patienten investiert hatte. Die Einigung zwischen den Pharmakonzernen und der Regierung muß noch von einem Gericht gebilligt werden. afp
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