ArchivDeutsches Ärzteblatt24/1997Lage der Kinder in Osteuropa hat sich verschlechtert

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Lage der Kinder in Osteuropa hat sich verschlechtert

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LNSLNS KÖLN. Die Lebensbedingungen für Kinder in den Staaten Osteuropas und der ehemaligen Sowjetunion haben sich nach einer Studie des UN-Kinderhilfswerks Unicef seit 1989 dramatisch verschlechtert. Gerade die Kinder seien von der wachsenden Armut und dem Zusammenbruch staatlicher und sozialer Strukturen am stärksten betroffen. Laut einer Schätzung von Unicef werden eine Million Kinder in 18 Ländern nicht mehr von ihren Eltern versorgt und leben in staatlicher Obhut. Nur ein kleiner Teil sei in Pflegefamilien untergebracht; die meisten lebten in Waisenhäusern, Behinderteneinrichtungen und Krankenhäusern. Zwischen 1990 und 1995 verloren in den genannten Gebieten mehr als eine halbe Million Kinder einen Elternteil. In Rußland kamen 1995 rund 113 000 Kinder neu in staatliche Obhut, ein Plus von 130 Prozent gegenüber 1989. Durch Mangelernährung der Mütter kommen Kinder bereits krank oder untergewichtig zur Welt, so die Studie. "Krankheiten der Armen" wie Diphtherie und Tuberkulose träten verstärkt auf. Die Schulbildung ist für eine wachsende Zahl von Kindern nicht mehr selbstverständlich. afp
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